# ERP-Rechtsradar – Rechtliche Regeln für ERP, CRM, E-Commerce, Buchhaltung & HR in Deutschland

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Stand: 2026-10-12 · Version 2026-10 · 83 Regeln · JSON: https://listofrights.vercel.app/rules.json

## Kategorien

- CRM & Datenschutz (`crm-datenschutz`)
- E-Commerce (`e-commerce`)
- Buchhaltung & Steuern (`buchhaltung-steuern`)
- Rechnungsstellung (`rechnungsstellung`)
- Personal / HR (`hr`)
- Warenwirtschaft & Produkt (`warenwirtschaft-produkt`)
- IT-Sicherheit (`it-sicherheit`)
- Künstliche Intelligenz (`ki`)
- Barrierefreiheit (`barrierefreiheit`)

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## ArbZG (Reform) § 16 ArbZG (Entwurf) – Reform Arbeitszeitgesetz: elektronische Zeiterfassung

- **ID:** `de-arbzg-reform`
- **Status:** ⚪ In Planung
- **Gültig ab:** –
- **Verfahrensstand:** Referentenentwurf
- **Norm:** https://www.gesetze-im-internet.de/arbzg/__16.html
- **Kategorien:** Personal / HR · DE

Ein Referentenentwurf des BMAS (Juni 2026) sieht die grundsätzlich elektronische Erfassung von Beginn, Ende und Dauer der Arbeitszeit am selben Tag vor sowie die Möglichkeit einer wöchentlichen Höchstarbeitszeit per Tarifvertrag. Noch kein Kabinettsbeschluss; Inhalte und Termine können sich ändern.

**Betroffen:** Alle Arbeitgeber (Übergangsfristen für kleine Betriebe in Diskussion).
- Tätigkeiten: Hat Beschäftigte

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Elektronische, tagesaktuelle Erfassung vorbereiten
- [ ] Konfigurierbare Tarifregeln (Wochenhöchstarbeitszeit)

Quellen: https://kliemt.blog/2026/05/13/gesetzesentwurf-zur-arbeitszeit-2026-was-jetzt-zu-erwarten-ist/  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## Entgelttransparenz-RL RL (EU) 2023/970 – Entgelttransparenz-Richtlinie (Umsetzung ausstehend)

- **ID:** `eu-entgelttransparenz`
- **Status:** ⚪ In Planung
- **Gültig ab:** –
- **Verfahrensstand:** Umsetzungsfrist abgelaufen, deutscher Entwurf ausstehend
- **Norm:** https://eur-lex.europa.eu/eli/dir/2023/970/oj/deu
- **Kategorien:** Personal / HR · EU

Umsetzungsfrist 07.06.2026 von Deutschland verpasst; ein Gesetzentwurf liegt noch nicht im Bundestag. Vorgesehen: Gehaltsangaben gegenüber Bewerbern, Verbot der Frage nach dem bisherigen Gehalt, Auskunftsrecht für alle Beschäftigten, Entgeltberichte ab 100 Beschäftigten, gemeinsame Entgeltbewertung bei ≥ 5 % unerklärter Lücke. Bis dahin gilt das bisherige EntgTranspG (Auskunftsanspruch ab 200 Beschäftigten).

**Betroffen:** Alle Arbeitgeber; Berichtspflichten gestaffelt ab 100 Beschäftigten.
- Tätigkeiten: Hat Beschäftigte

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Objektive, geschlechtsneutrale Entgeltstrukturen und Job-Bewertungen abbilden
- [ ] Gender-Pay-Gap-Reports je Entgeltgruppe vorbereiten
- [ ] Gehaltsspanne in Stellenausschreibungen unterstützen

Quellen: https://eur-lex.europa.eu/eli/dir/2023/970/oj/deu · https://www.ihk-muenchen.de/ratgeber/recht/arbeitsrecht/bestehende-arbeitsverhaeltnisse-kuendigung-sozialversicherung/entgelttransparenz/  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## Plattformarbeits-RL RL (EU) 2024/2831 – Plattformarbeit & algorithmisches Management

- **ID:** `eu-plattformarbeit`
- **Status:** ⚪ In Planung
- **Gültig ab:** –
- **Verfahrensstand:** Umsetzungsfrist 02.12.2026, deutscher Entwurf ausstehend
- **Norm:** https://eur-lex.europa.eu/eli/dir/2024/2831/oj/deu
- **Kategorien:** Personal / HR, Künstliche Intelligenz · EU

Umsetzungsfrist 02.12.2026; ein deutscher Entwurf liegt (Stand Oktober 2026) noch nicht vor. Vorgesehen: Vermutung eines Arbeitsverhältnisses bei Kontrolle und Steuerung durch die Plattform, Transparenz über automatisierte Überwachungs- und Entscheidungssysteme, menschliche Überprüfung wichtiger Entscheidungen (z. B. Kontosperrung), Verbot der Verarbeitung bestimmter Daten (z. B. emotionaler Zustand).

**Betroffen:** Digitale Arbeitsplattformen (z. B. Lieferdienste, Fahrdienste, Freelancer-Plattformen).
- Tätigkeiten: Betreibt Plattform, Marktplatz oder Hosting

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Automatisierte Entscheidungen über Plattformarbeitende protokollieren und erklärbar machen
- [ ] Menschliche Überprüfung bei Sperrungen und Vergütungsentscheidungen

Quellen: https://eur-lex.europa.eu/eli/dir/2024/2831/oj/deu · https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1167478  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## ViDA RL (EU) 2025/516 – VAT in the Digital Age – EU-weite E-Rechnung & Meldesystem

- **ID:** `eu-vida`
- **Status:** ⚪ In Planung
- **Gültig ab:** 1.7.2030
- **Norm:** https://eur-lex.europa.eu/eli/dir/2025/516/oj/deu
- **Kategorien:** Rechnungsstellung, Buchhaltung & Steuern · EU

Ab 01.07.2030 verpflichtende E-Rechnung und transaktionsbezogene digitale Meldung für innergemeinschaftliche B2B-Umsätze (ersetzt die Zusammenfassende Meldung). Deutschland plant zusätzlich ein nationales Meldesystem.

**Betroffen:** Unternehmen mit innergemeinschaftlichen B2B-Umsätzen.
- Geschäftsmodell: B2B
- Tätigkeiten: Stellt Rechnungen aus

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Architektur auf Echtzeit-Meldung von Rechnungsdaten vorbereiten
- [ ] Rechnungen innerhalb kurzer Frist nach Leistung ausstellen können

Quellen: https://eur-lex.europa.eu/eli/dir/2025/516/oj/deu  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## AI Act VO (EU) 2024/1689, Art. 6, Anhang III (geändert durch VO (EU) 2026/1744) – Hochrisiko-KI (z. B. Recruiting, Bonität)

- **ID:** `eu-ai-act-hochrisiko`
- **Status:** ⚪ In Planung
- **Gültig ab:** 2.12.2027
- **Norm:** https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2024/1689/oj/deu
- **Kategorien:** Künstliche Intelligenz, Personal / HR, CRM & Datenschutz · EU

KI für Bewerberauswahl, Leistungsbewertung, Beförderung/Kündigung von Beschäftigten oder Kreditwürdigkeitsprüfung gilt als Hochrisiko. Pflichten (Risikomanagement, Daten-Governance, Logging, menschliche Aufsicht, Konformitätsbewertung) gelten nach dem Digital Omnibus ab 02.12.2027 (Anhang III) bzw. 02.08.2028 (Anhang I).

**Betroffen:** Anbieter und Betreiber von KI in Hochrisiko-Bereichen.
- Tätigkeiten: Entwickelt oder nutzt KI-Systeme

**Anforderungen an Software:**
- [ ] KI-Funktionen in HR/CRM auf Hochrisiko-Einstufung prüfen
- [ ] Protokollierung von KI-Entscheidungen
- [ ] Human-in-the-Loop für Personalentscheidungen
- [ ] Technische Dokumentation vorbereiten

**Meilensteine:**
- 2.12.2027: Anhang III (u. a. Beschäftigung, Kredit)
- 2.8.2028: Anhang I (KI in regulierten Produkten)

Quellen: https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2024/1689/oj/deu · https://www.aiacto.eu/en/blog/digital-omnibus-ai-act-report-2027  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## EUDR VO (EU) 2023/1115 (geändert durch VO (EU) 2025/2650) – Entwaldungsfreie Lieferketten

- **ID:** `eu-eudr`
- **Status:** ⚪ In Planung
- **Gültig ab:** 30.12.2026
- **Norm:** https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2023/1115/oj/deu
- **Kategorien:** Warenwirtschaft & Produkt · EU

Rinder, Kakao, Kaffee, Ölpalme, Kautschuk, Soja, Holz und daraus hergestellte Produkte (z. B. Schokolade, Möbel, Papier, Leder) dürfen nur in Verkehr gebracht werden, wenn sie entwaldungsfrei und legal erzeugt sind (Sorgfaltserklärung mit Geodaten). Nach erneuter Verschiebung gilt sie ab 30.12.2026 für große und mittlere sowie ab 30.06.2027 für kleine und Kleinstunternehmen; Erleichterungen für nachgelagerte Händler.

**Betroffen:** Marktteilnehmer und Händler betroffener Rohstoffe und Produkte.
- Tätigkeiten: Verkauft physische Produkte; Importiert Waren aus Nicht-EU-Ländern

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Betroffene Artikel per Zolltarifnummer kennzeichnen
- [ ] Referenznummern der Sorgfaltserklärungen (TRACES) je Charge/Lieferung speichern
- [ ] Geodaten der Erzeugungsflächen vom Lieferanten erfassen

**Meilensteine:**
- 30.12.2026: Große und mittlere Unternehmen
- 30.6.2027: Kleine und Kleinstunternehmen

Quellen: https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2023/1115/oj/deu · https://www.hoffmannliebs.de/compliance/update-zur-eudr-erneute-verschiebung-und-materielle-vereinfachungen-beschlossen/  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## ProdHaftG (neu) RL (EU) 2024/2853 – Neue Produkthaftung – auch für Software & KI

- **ID:** `eu-produkthaftung`
- **Status:** ⚪ In Planung
- **Gültig ab:** 9.12.2026
- **Verfahrensstand:** Regierungsentwurf im Bundestag (Drs. 21/4297)
- **Norm:** https://eur-lex.europa.eu/eli/dir/2024/2853/oj/deu
- **Kategorien:** IT-Sicherheit, Künstliche Intelligenz, Warenwirtschaft & Produkt · EU

Software (installiert, Cloud, Firmware, KI-Systeme) gilt künftig ausdrücklich als Produkt. Hersteller haften verschuldensunabhängig für Schäden durch fehlerhafte Produkte – auch durch fehlende Sicherheitsupdates. Gilt für Produkte, die ab 09.12.2026 in Verkehr gebracht werden. Das deutsche Umsetzungsgesetz (BT-Drs. 21/4297) ist im Bundestag, aber noch nicht verabschiedet. Ausnahme: Open-Source-Software außerhalb einer Geschäftstätigkeit.

**Betroffen:** Hersteller von Produkten inkl. Software, Importeure, Bevollmächtigte und ggf. Fulfillment-Dienstleister.
- Tätigkeiten: Entwickelt oder verkauft Software, Apps oder Geräte mit Software; Verkauft physische Produkte; Importiert Waren aus Nicht-EU-Ländern

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Update- und Patch-Historie nachweisbar dokumentieren
- [ ] Sicherheitsupdates über den gesamten Kontrollzeitraum bereitstellen
- [ ] Technische Dokumentation für Beweislast-Fälle vorhalten

Quellen: https://eur-lex.europa.eu/eli/dir/2024/2853/oj/deu · https://dserver.bundestag.de/btd/21/042/2104297.pdf  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## BGB (Verbraucherkredit) §§ 491 ff. n. F., RL (EU) 2023/2225 – Neues Verbraucherkreditrecht (u. a. Ratenkauf, Buy now pay later)

- **ID:** `de-verbraucherkredit`
- **Status:** ⚪ In Planung
- **Gültig ab:** 20.11.2026
- **Norm:** https://eur-lex.europa.eu/eli/dir/2023/2225/oj/deu
- **Kategorien:** E-Commerce, Rechnungsstellung · DE

Ab 20.11.2026: Der Anwendungsbereich wird auf kleine, kurzfristige und zinsfreie Kredite ausgeweitet; damit können auch BNPL- und Ratenzahlungsangebote erfasst sein. Strengere Kreditwürdigkeitsprüfung, Textform statt Schriftform, Verbot vorausgewählter Optionen, Warnhinweis in der Kreditwerbung, Erlaubnispflicht für Kreditvermittler (§ 34k GewO). Für Verträge vor dem 20.11.2026 gilt altes Recht.

**Betroffen:** Händler, die Verbrauchern Finanzierung, Ratenzahlung oder Zahlungsaufschub anbieten oder vermitteln.
- Geschäftsmodell: B2C
- Tätigkeiten: Bietet Ratenzahlung, Finanzierung oder Kauf auf Rechnung an Verbraucher an

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Keine vorausgewählten Kredit- oder Versicherungsoptionen im Checkout
- [ ] Pflichtinformationen und Warnhinweis bei Finanzierungsangeboten anzeigen
- [ ] Klären, ob der BNPL-Anbieter oder der Händler Kreditgeber/Vermittler ist

Quellen: https://www.noerr.com/de/insights/gesetz-zur-umsetzung-der-verbraucherkreditrichtlinie-2023-beschlossen · https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2026/kw16-de-verbraucherkreditvertraege-1158224  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## UWG § 5 Abs. 2, 3, § 5b Abs. 3a, Anhang zu § 3 Abs. 3 – Umweltaussagen & Greenwashing-Verbot

- **ID:** `de-uwg-greenwashing`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 27.9.2026
- **Norm:** https://www.gesetze-im-internet.de/uwg_2004/__5.html
- **Kategorien:** E-Commerce, Warenwirtschaft & Produkt · DE

Seit 27.09.2026 (Umsetzung der RL (EU) 2024/825): Allgemeine Umweltaussagen („umweltfreundlich“, „grün“) ohne anerkannte hervorragende Umweltleistung sind unzulässig, ebenso „klimaneutral“ auf Basis von Kompensation und Nachhaltigkeitssiegel ohne Zertifizierungssystem oder staatliche Festlegung. Zukunftsaussagen brauchen einen überprüfbaren Umsetzungsplan. Gilt gegenüber Verbrauchern.

**Betroffen:** Unternehmen, die gegenüber Verbrauchern mit Umwelt- oder Nachhaltigkeitsaussagen werben.
- Geschäftsmodell: B2C

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Umweltaussagen und Siegel je Produkt mit Nachweis/Zertifikat im PIM verwalten
- [ ] Freigabeprozess für Marketingtexte mit Umweltbezug

Quellen: https://www.ihk.de/schwerin/recht/wirtschaftsrecht/wettbewerbsrecht/greenwashing-6984696 · https://eur-lex.europa.eu/eli/dir/2024/825/oj/deu  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## PPWR VO (EU) 2025/40 – EU-Verpackungsverordnung

- **ID:** `eu-ppwr`
- **Status:** 🟠 Übergangsphase
- **Gültig ab:** 12.8.2026
- **Übergang bis:** 1.1.2030
- **Norm:** https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2025/40/oj/deu
- **Kategorien:** Warenwirtschaft & Produkt, E-Commerce · EU

Gilt seit 12.08.2026 unmittelbar, aber gestuft: weitere Pflichten folgen, u. a. einheitliche Kennzeichnung (ab 2028), Recyclingfähigkeit und Rezyklatanteile (überwiegend ab 2030), Leerraum-Begrenzung bei Versandverpackungen. National durchgeführt über das VerpackDG (Registrierung bei LUCID).

**Betroffen:** Hersteller, Importeure, Vertreiber und Online-Händler von verpackter Ware.
- Tätigkeiten: Versendet / vertreibt verpackte Ware

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Verpackungsdaten (Gewicht, Material, Rezyklatanteil) je Artikel und Lieferant erfassen
- [ ] Bevollmächtigten je EU-Land für Auslandsversand hinterlegen

**Meilensteine:**
- 12.8.2026: Allgemeine Geltung
- 12.8.2028: Einheitliche Kennzeichnung (gestaffelt)
- 1.1.2030: Recyclingfähigkeit & Rezyklatquoten (überwiegend)

Quellen: https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2025/40/oj/deu · https://www.gesetze-im-internet.de/verpackdg/  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## VerpackDG §§ 6, 7, 9 – Verpackungsregister, Systembeteiligung & Datenmeldung

- **ID:** `de-verpackdg`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 12.8.2026
- **Norm:** https://www.gesetze-im-internet.de/verpackdg/__6.html
- **Kategorien:** Warenwirtschaft & Produkt, E-Commerce · DE

Das VerpackDG hat am 12.08.2026 das VerpackG abgelöst und setzt die EU-Verpackungsverordnung (PPWR) national um. Wer mit Ware befüllte Verpackungen (inkl. Versandkartons) erstmals bereitstellt, muss bei der Zentralen Stelle (LUCID) registriert sein (§ 6), sich an einem System beteiligen (§ 7) und Mengen melden (§ 9). Bestehende VerpackG-Registrierungen gelten fort; Neu-Verpflichtete mussten sich bis 12.09.2026 registrieren (§ 68).

**Betroffen:** Hersteller und Online-Händler, die verpackte Ware an Endverbraucher abgeben.
- Tätigkeiten: Versendet / vertreibt verpackte Ware

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Verpackungsmengen je Material erfassen (Datenmeldung)
- [ ] LUCID-Registrierungsnummer im Stammdatensatz speichern

Quellen: https://www.gesetze-im-internet.de/verpackdg/ · https://www.gesetze-im-internet.de/verpackdg/__68.html  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## AI Act VO (EU) 2024/1689, Art. 50 – Transparenzpflichten für KI (Chatbots, generierte Inhalte)

- **ID:** `eu-ai-act-art50`
- **Status:** 🟠 Übergangsphase
- **Gültig ab:** 2.8.2026
- **Übergang bis:** 2.12.2026
- **Norm:** https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2024/1689/oj/deu
- **Kategorien:** Künstliche Intelligenz, CRM & Datenschutz, E-Commerce · EU

Seit 02.08.2026: Nutzer müssen erkennen können, dass sie mit einer KI interagieren (z. B. Support-Chatbot). Synthetische Inhalte sind maschinenlesbar zu kennzeichnen (Art. 50 Abs. 2; für bereits am Markt befindliche Systeme Schonfrist bis 02.12.2026), Deepfakes offenzulegen.

**Betroffen:** Anbieter und Betreiber von KI-Systemen mit Nutzerinteraktion oder generierten Inhalten.
- Tätigkeiten: Entwickelt oder nutzt KI-Systeme

**Anforderungen an Software:**
- [ ] KI-Hinweis im Chat-Interface
- [ ] KI-generierte Texte/Bilder maschinenlesbar markieren (Metadaten/Wasserzeichen)
- [ ] KI-generierte Inhalte in Kundenkommunikation kennzeichnen

Quellen: https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2024/1689/oj/deu · https://usercentrics.com/knowledge-hub/eu-ai-act-high-risk-delay-article-50-transparency-consent/  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## BGB (Reparatur) Umsetzung RL (EU) 2024/1799 (BGBl. 2026 I Nr. 212) – Recht auf Reparatur

- **ID:** `de-recht-auf-reparatur`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 23.7.2026
- **Norm:** https://eur-lex.europa.eu/eli/dir/2024/1799/oj/deu
- **Kategorien:** E-Commerce, Warenwirtschaft & Produkt · DE

Seit 23.07.2026: Hersteller bestimmter Produktgruppen (Anhang II der Richtlinie, z. B. Smartphones, Tablets, Waschmaschinen, Kühlschränke, Staubsauger) müssen auch nach Ablauf der Gewährleistung zu angemessenem Preis reparieren. Wählt der Verbraucher bei einem Mangel die Reparatur, verlängert sich die Gewährleistung um 12 Monate. Reparaturinformationen (Europäisches Reparaturformular) und Ersatzteile müssen verfügbar sein.

**Betroffen:** Hersteller, Importeure und Händler betroffener Produktgruppen gegenüber Verbrauchern.
- Geschäftsmodell: B2C
- Tätigkeiten: Verkauft Elektro- oder Elektronikgeräte; Verkauft physische Produkte

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Gewährleistungsfrist bei Reparatur automatisch um 12 Monate verlängern
- [ ] Reparaturauftrag, Ersatzteil- und Preisinformationen verwalten

**Meilensteine:**
- 23.7.2026: Inkrafttreten der deutschen Umsetzung
- 1.1.2028: Reparierbarkeit als Sachmerkmal auch in B2B-Kaufverträgen (§ 434 Abs. 3 BGB)

Quellen: https://www.handelskammer-hamburg.de/recht-steuern/aktuelle-rechtsthemen/umsetzungsgesetz-recht-auf-reparatur-rl-7130614 · https://eur-lex.europa.eu/eli/dir/2024/1799/oj/deu  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## BGB § 356a – Widerrufsbutton (Widerrufsfunktion)

- **ID:** `de-bgb-356a`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 19.6.2026
- **Norm:** https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__356a.html
- **Kategorien:** E-Commerce · DE

Wer Verbrauchern Fernabsatzverträge über eine Online-Oberfläche ermöglicht, muss eine während der Widerrufsfrist ständig verfügbare Widerrufsfunktion anbieten (z. B. „Vertrag widerrufen“), ohne Login-Zwang, mit Bestätigung auf dauerhaftem Datenträger. Umsetzung der Richtlinie (EU) 2023/2673, keine Übergangsfrist. Gilt auch für Finanzdienstleistungen.

**Betroffen:** Alle Unternehmen mit Online-Vertragsschluss gegenüber Verbrauchern.
- Geschäftsmodell: B2C
- Tätigkeiten: Verkauft online (Fernabsatz); Bietet Abos / Dauerverträge online an

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Widerrufsbutton gut sichtbar, nicht hinter Login/App-Download/Pop-ups
- [ ] Zweistufig: Angaben + Bestätigung
- [ ] Automatische Eingangsbestätigung per E-Mail mit Datum/Uhrzeit

Quellen: https://www.noerr.com/de/insights/umsetzungsgesetz-zum-widerrufsbutton-veroeffentlicht · https://eur-lex.europa.eu/eli/dir/2023/2673/oj/deu  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## KRITIS-DachG KRITIS-Dachgesetz – Physische Resilienz kritischer Anlagen

- **ID:** `de-kritis-dachg`
- **Status:** 🟠 Übergangsphase
- **Gültig ab:** 17.3.2026
- **Verfahrensstand:** In Kraft; KRITIS-Verordnung (Anlagen & Schwellenwerte) ausstehend
- **Norm:** https://www.gesetze-im-internet.de/kritisdachg/
- **Kategorien:** IT-Sicherheit · DE

Seit 17.03.2026 in Kraft (Umsetzung der CER-Richtlinie): Betreiber kritischer Anlagen (u. a. Energie, Transport, Gesundheit, Wasser, Lebensmittel, digitale Infrastruktur) müssen sich beim BBK registrieren, Risikoanalysen erstellen, Resilienzmaßnahmen umsetzen und Vorfälle melden. Die Registrierungsfrist läuft 3 Monate nach Inkrafttreten der noch ausstehenden KRITIS-Verordnung, die festlegt, welche Anlagen erfasst sind.

**Betroffen:** Betreiber kritischer Anlagen (Schwellenwerte folgen per Verordnung).
- Tätigkeiten: Ist in einem NIS2-Sektor tätig (z. B. Energie, Transport, digitale Dienste, Produktion)

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Vorfallmeldung und Resilienzplan dokumentieren

Quellen: https://www.gesetze-im-internet.de/kritisdachg/ · https://www.goerg.de/de/aktuelles/veroeffentlichungen/09-03-2026/kritis-dachgesetz-neuer-bundeseinheitlicher-rechtsrahmen-fuer-den-physischen-schutz-kritischer-infrastrukturen-tritt-in-kraft  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## CBAM VO (EU) 2023/956 – CO₂-Grenzausgleich für Importe

- **ID:** `eu-cbam`
- **Status:** 🟠 Übergangsphase
- **Gültig ab:** 1.1.2026
- **Übergang bis:** 30.9.2027
- **Norm:** https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2023/956/oj/deu
- **Kategorien:** Warenwirtschaft & Produkt, Buchhaltung & Steuern · EU

Seit 01.01.2026 definitive Phase: Wer mehr als 50 Tonnen pro Jahr an Zement, Eisen/Stahl, Aluminium oder Düngemitteln (sowie jede Menge Strom/Wasserstoff) aus Drittländern importiert, braucht den Status als zugelassener CBAM-Anmelder (DEHSt). Zertifikate werden ab 01.02.2027 verkauft; die erste Jahreserklärung für 2026 ist bis 30.09.2027 fällig.

**Betroffen:** Importeure von CBAM-Waren über 50 t/Jahr.
- Tätigkeiten: Importiert Waren aus Nicht-EU-Ländern

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Importmengen je CBAM-Warengruppe (KN-Code) kumuliert überwachen
- [ ] Eingebettete Emissionen vom Lieferanten erfassen

**Meilensteine:**
- 1.1.2026: Definitive Phase, Anmelder-Status nötig
- 1.2.2027: Verkauf der CBAM-Zertifikate
- 30.9.2027: Erste Jahreserklärung (für 2026)

Quellen: https://www.dehst.de/EN/Topics/CBAM/CBAM-definitive-regime-2026/cbam-definitive-regime-2026_node.html · https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2023/956/oj/deu  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## BSIG (NIS2UmsuCG) §§ 28, 30, 32, 33 BSIG – NIS2: Cybersicherheitspflichten

- **ID:** `de-bsig-nis2`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 6.12.2025
- **Norm:** https://www.gesetze-im-internet.de/bsig_2025/__28.html
- **Kategorien:** IT-Sicherheit · DE

Seit Dezember 2025 müssen „wichtige“ und „besonders wichtige Einrichtungen“ (in der Regel ab 50 Beschäftigten oder > 10 Mio. € Umsatz und Bilanzsumme in NIS2-Sektoren) Risikomanagement betreiben, Sicherheitsvorfälle melden (24 h / 72 h / 1 Monat) und sich beim BSI registrieren. Geschäftsleitung haftet und muss geschult werden.

**Betroffen:** Unternehmen in NIS2-Sektoren ab mittlerer Größe (Details per BSI-Betroffenheitsprüfung).
- Tätigkeiten: Ist in einem NIS2-Sektor tätig (z. B. Energie, Transport, digitale Dienste, Produktion)
- Schwellenwerte (eine davon): Mitarbeitende ≥ 50; Jahresumsatz (€) ≥ 10.000.001

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Incident-Erkennung und Meldeprozess
- [ ] Lieferketten-Sicherheit: Sicherheitsanforderungen an Software-Lieferanten
- [ ] Schwachstellenmanagement, Patch-Prozess, MFA, Verschlüsselung

Quellen: https://www.gesetze-im-internet.de/bsig_2025/__28.html · https://www.gesetze-im-internet.de/bsig_2025/__33.html  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## Data Act VO (EU) 2023/2854 – Data Act: Datenzugang & Cloud-Wechsel

- **ID:** `eu-data-act`
- **Status:** 🟠 Übergangsphase
- **Gültig ab:** 12.9.2025
- **Übergang bis:** 12.1.2027
- **Norm:** https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2023/2854/oj/deu
- **Kategorien:** IT-Sicherheit, CRM & Datenschutz, Warenwirtschaft & Produkt · EU

Seit 12.09.2025: Nutzer vernetzter Produkte haben Anspruch auf Zugang zu ihren Daten; Cloud-/SaaS-Anbieter müssen den Anbieterwechsel ermöglichen (Export, Kündigungsfristen max. 2 Monate). Seit 12.09.2026 „Access by Design“ für neue vernetzte Produkte. Ab 12.01.2027 sind Wechselentgelte vollständig verboten.

**Betroffen:** Hersteller vernetzter Produkte und Anbieter von Cloud-/SaaS-Diensten (z. B. CRM/ERP-SaaS).
- Tätigkeiten: Bietet vernetzte Produkte oder Cloud-Dienste an

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Vollständiger Datenexport in offenem, maschinenlesbarem Format
- [ ] Wechselprozess dokumentieren und unterstützen
- [ ] Keine Wechselgebühren ab 2027

**Meilensteine:**
- 12.9.2025: Allgemeine Geltung
- 12.9.2026: Access by Design für neue Produkte
- 12.1.2027: Wechselentgelte verboten

Quellen: https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2023/2854/oj/deu · https://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/A_Z_Glossar_DataAct_ENG/S/switching-charge.html  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## BFSG §§ 1, 3, 14 – Barrierefreiheit im E-Commerce

- **ID:** `de-bfsg`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 28.6.2025
- **Norm:** https://www.gesetze-im-internet.de/bfsg/
- **Kategorien:** Barrierefreiheit, E-Commerce · DE

Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr für Verbraucher (Online-Shops, Buchungen, Apps) müssen barrierefrei sein (in der Praxis WCAG 2.1 AA / EN 301 549). Kleinstunternehmen, die Dienstleistungen erbringen, sind ausgenommen.

**Betroffen:** B2C-Online-Dienstleistungen; ausgenommen Kleinstunternehmen (< 10 Beschäftigte und ≤ 2 Mio. € Umsatz oder Bilanzsumme).
- Geschäftsmodell: B2C
- Tätigkeiten: Verkauft online (Fernabsatz); Betreibt Website oder App
- Ausnahmen: Kleinstunternehmen (Dienstleistungen) (Mitarbeitende ≤ 9 & Jahresumsatz (€) ≤ 2.000.000)

**Anforderungen an Software:**
- [ ] WCAG 2.1 AA: Tastaturbedienbarkeit, Kontraste, Alt-Texte, Formular-Labels, Screenreader-Tauglichkeit
- [ ] Barrierefreiheitserklärung bereitstellen
- [ ] Checkout und Login barrierefrei

Quellen: https://www.gesetze-im-internet.de/bfsg/__3.html  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## AI Act VO (EU) 2024/1689, Art. 4, 5 – KI-Kompetenz & verbotene KI-Praktiken

- **ID:** `eu-ai-act-art4-5`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 2.2.2025
- **Norm:** https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2024/1689/oj/deu
- **Kategorien:** Künstliche Intelligenz, Personal / HR · EU

Seit 02.02.2025: Wer KI einsetzt, muss für ausreichende KI-Kompetenz der Beschäftigten sorgen. Verboten sind u. a. Emotionserkennung am Arbeitsplatz, Social Scoring und manipulative Techniken.

**Betroffen:** Alle Anbieter und Betreiber von KI-Systemen.
- Tätigkeiten: Entwickelt oder nutzt KI-Systeme

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Keine Emotionserkennung von Mitarbeitenden
- [ ] Schulungsnachweise für KI-Nutzer dokumentierbar machen

Quellen: https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2024/1689/oj/deu  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## AO / HGB / UStG § 147 AO, § 257 HGB, § 14b UStG – Aufbewahrungsfristen (10 / 8 / 6 Jahre)

- **ID:** `de-ao-147`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 1.1.2025
- **Norm:** https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__147.html
- **Kategorien:** Buchhaltung & Steuern, Rechnungsstellung, CRM & Datenschutz · DE

Bücher, Jahresabschlüsse und Inventare: 10 Jahre. Buchungsbelege (inkl. Rechnungen): 8 Jahre (seit 2025 durch das Bürokratieentlastungsgesetz IV verkürzt). Handels- und Geschäftsbriefe: 6 Jahre. Elektronische Unterlagen müssen maschinell auswertbar bleiben.

**Betroffen:** Alle buchführungs- und aufzeichnungspflichtigen Unternehmen.
- Tätigkeiten: Führt Bücher / Buchhaltung; Stellt Rechnungen aus

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Löschfristen je Dokumenttyp konfigurieren (Fristbeginn: Ende des Kalenderjahres)
- [ ] Löschsperre während der Aufbewahrung, automatische Löschung danach (DSGVO)
- [ ] Datenexport für Betriebsprüfung (Datenzugriff Z1–Z3)

Quellen: https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__147.html · https://www.gesetze-im-internet.de/hgb/__257.html · https://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__14b.html  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## NachwG § 2 – Nachweis der Arbeitsbedingungen

- **ID:** `de-nachwg`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 1.1.2025
- **Norm:** https://www.gesetze-im-internet.de/nachwg/__2.html
- **Kategorien:** Personal / HR · DE

Arbeitgeber müssen die wesentlichen Arbeitsbedingungen schriftlich nachweisen. Seit 2025 ist grundsätzlich auch Textform (z. B. E-Mail/PDF) möglich, wenn das Dokument speicher- und druckbar ist und der Empfang bestätigt wird (Ausnahmen u. a. für bestimmte Branchen nach SchwarzArbG).

**Betroffen:** Alle Arbeitgeber.
- Tätigkeiten: Hat Beschäftigte

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Vertragsdokumente mit Pflichtangaben generieren
- [ ] Empfangsbestätigung bei elektronischem Versand einholen und speichern

Quellen: https://www.gesetze-im-internet.de/nachwg/__2.html  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## UStG § 14 Abs. 1, § 27 Abs. 38 – E-Rechnungspflicht B2B

- **ID:** `de-ustg-14-erechnung`
- **Status:** 🟠 Übergangsphase
- **Gültig ab:** 1.1.2025
- **Übergang bis:** 31.12.2027
- **Norm:** https://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__14.html
- **Kategorien:** Rechnungsstellung, Buchhaltung & Steuern · DE

Seit 2025 müssen alle Unternehmen E-Rechnungen (EN 16931, z. B. XRechnung, ZUGFeRD ab 2.0.1) empfangen können. Ausstellen: bis Ende 2026 sind Papier/PDF noch erlaubt; 2027 nur noch für Unternehmen mit Vorjahresumsatz ≤ 800.000 € (und EDI-Verfahren); ab 2028 Pflicht für alle. Ausnahmen u. a. Kleinbetragsrechnungen bis 250 €.

**Betroffen:** Alle Unternehmen mit B2B-Umsätzen im Inland. Empfang: alle; Ausstellung gestaffelt nach Umsatz.
- Geschäftsmodell: B2B
- Tätigkeiten: Stellt Rechnungen aus

**Anforderungen an Software:**
- [ ] XRechnung (UBL/CII) und ZUGFeRD erzeugen und einlesen
- [ ] Validierung gegen EN 16931 / KoSIT-Validator
- [ ] Strukturierten Datensatz GoBD-konform archivieren
- [ ] Kleinbetragsrechnungen ≤ 250 € erkennen

**Meilensteine:**
- 1.1.2025: Empfangspflicht für alle
- 1.1.2027: Ausstellungspflicht bei Vorjahresumsatz > 800.000 €
- 1.1.2028: Ausstellungspflicht für alle

Quellen: https://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__14.html · https://www.ihk.de/stuttgart/fuer-unternehmen/recht-und-steuern/steuerrecht/steuermeldungen/e-rechnungen-5864496 · https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/FAQ/e-rechnung.html  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## UStG § 19 – Kleinunternehmerregelung

- **ID:** `de-ustg-19`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 1.1.2025
- **Norm:** https://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__19.html
- **Kategorien:** Rechnungsstellung, Buchhaltung & Steuern · DE

Umsatzsteuerbefreiung, wenn der Vorjahresumsatz 25.000 € nicht überschritten hat und der laufende 100.000 € nicht überschreitet. Bei Überschreiten von 100.000 € endet die Befreiung sofort. Rechnungen brauchen einen Hinweis auf die Steuerbefreiung.

**Betroffen:** Unternehmen mit sehr geringem Umsatz (optional).
- Tätigkeiten: Stellt Rechnungen aus
- Schwellenwerte (alle): Jahresumsatz (€) ≤ 100.000

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Umsatz laufend gegen 25.000 €/100.000 € prüfen und warnen
- [ ] Ab Überschreiten Rechnungen mit USt erstellen
- [ ] Hinweistext auf Rechnung automatisch setzen

Quellen: https://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__19.html  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## GPSR VO (EU) 2023/988, Art. 19 – Produktsicherheit – Pflichtangaben im Online-Handel

- **ID:** `eu-gpsr`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 13.12.2024
- **Norm:** https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2023/988/oj/deu
- **Kategorien:** E-Commerce, Warenwirtschaft & Produkt · EU

Bei Online-Angeboten von Verbraucherprodukten müssen Hersteller (Name, Anschrift, E-Mail), ggf. verantwortliche Person in der EU, Produktidentifikation, Abbildung sowie Warn- und Sicherheitshinweise angezeigt werden.

**Betroffen:** Hersteller, Importeure und Händler von Verbraucherprodukten, insbesondere online.
- Tätigkeiten: Verkauft physische Produkte

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Herstellerdaten und EU-Verantwortlichen je Produkt im PIM/ERP pflegen
- [ ] Warn-/Sicherheitshinweise in Sprache des Zielmarkts anzeigen
- [ ] Rückrufe und Sicherheitsvorfälle nachverfolgen

Quellen: https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2023/988/oj/deu  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## Cyber Resilience Act VO (EU) 2024/2847, Art. 13, 14 – Cybersicherheit für Produkte mit digitalen Elementen

- **ID:** `eu-cra`
- **Status:** 🟠 Übergangsphase
- **Gültig ab:** 10.12.2024
- **Übergang bis:** 11.12.2027
- **Norm:** https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2024/2847/oj/deu
- **Kategorien:** IT-Sicherheit, Warenwirtschaft & Produkt · EU

Hersteller von Hard- und Software, die in der EU in Verkehr gebracht wird, müssen Security by Design umsetzen, Schwachstellen über den Supportzeitraum beheben und Sicherheitsupdates liefern. Seit 11.09.2026 sind aktiv ausgenutzte Schwachstellen und schwere Sicherheitsvorfälle zu melden (Frühwarnung 24 h, Meldung 72 h). Ab 11.12.2027 gelten alle Pflichten inkl. Konformitätsbewertung und CE-Kennzeichnung. Reine SaaS fällt grundsätzlich unter NIS2 statt CRA, außer als Fernverarbeitung eines Produkts.

**Betroffen:** Hersteller, Importeure und Händler von Software und Geräten mit digitalen Elementen.
- Tätigkeiten: Entwickelt oder verkauft Software, Apps oder Geräte mit Software; Bietet vernetzte Produkte oder Cloud-Dienste an

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Software-Stückliste (SBOM) pflegen
- [ ] Prozess zur Schwachstellenbehandlung und koordinierten Offenlegung (security.txt, Kontakt)
- [ ] Meldeprozess 24 h / 72 h an ENISA bzw. CSIRT
- [ ] Sichere Voreinstellungen, automatische Sicherheitsupdates, definierter Supportzeitraum

**Meilensteine:**
- 11.9.2026: Meldepflichten für Schwachstellen & Vorfälle
- 11.12.2027: Alle Pflichten inkl. CE-Kennzeichnung

Quellen: https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2024/2847/oj/deu · https://www.it-daily.net/it-sicherheit/cloud-security/cyber-resilience-act-bis-september  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## AO § 139c – Wirtschafts-Identifikationsnummer (W-IdNr.)

- **ID:** `de-ao-139c`
- **Status:** 🟠 Übergangsphase
- **Gültig ab:** 1.12.2024
- **Übergang bis:** 31.12.2026
- **Norm:** https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__139c.html
- **Kategorien:** Buchhaltung & Steuern, Rechnungsstellung · DE

Jedes wirtschaftlich tätige Unternehmen erhält schrittweise eine bundeseinheitliche W-IdNr. (Format DE + 9 Ziffern + 5-stelliges Unterscheidungsmerkmal). Vergabe seit Dezember 2024, Abschluss bis Ende 2026 geplant. Die Angabe ist bis 31.12.2026 noch nicht verpflichtend. Die USt-IdNr. bleibt für grenzüberschreitende Umsätze maßgeblich.

**Betroffen:** Alle wirtschaftlich Tätigen.
- Tätigkeiten: Stellt Rechnungen aus; Führt Bücher / Buchhaltung

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Feld für W-IdNr. inkl. Unterscheidungsmerkmal im Firmen- und Kundenstamm

Quellen: https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__139c.html · https://www.frankfurt-main.ihk.de/recht/uebersicht-alle-rechtsthemen/steuerrecht/abgabenordnung/wirtschaftsidentifikationsnummer-6278214  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## Ökodesign-VO (ESPR) VO (EU) 2024/1781, Art. 24, 25 – Ökodesign: Vernichtungsverbot & digitaler Produktpass

- **ID:** `eu-espr`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 18.7.2024
- **Norm:** https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2024/1781/oj/deu
- **Kategorien:** Warenwirtschaft & Produkt, E-Commerce · EU

Große Unternehmen dürfen seit 19.07.2026 unverkaufte Kleidung, Bekleidungszubehör und Schuhe nicht mehr vernichten (mittlere ab 2030, kleine ausgenommen) und müssen jährlich offenlegen, welche unverkauften Produkte sie entsorgen (standardisiertes Format ab Februar 2027). Produktspezifische Anforderungen inkl. digitalem Produktpass folgen schrittweise per delegierten Rechtsakten (zuerst u. a. Textilien, Stahl).

**Betroffen:** Große Unternehmen (≥ 250 Beschäftigte oder > 50 Mio. € Umsatz) mit Bekleidung/Schuhen; Offenlegung für weitere Produkte.
- Tätigkeiten: Verkauft physische Produkte
- Schwellenwerte (eine davon): Mitarbeitende ≥ 250; Jahresumsatz (€) ≥ 50.000.001

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Retouren und Restbestände mit Verwertungsweg (Verkauf, Spende, Recycling, Vernichtung) erfassen
- [ ] Jahresbericht zu vernichteten unverkauften Produkten erzeugen
- [ ] Datenmodell für digitalen Produktpass vorbereiten

**Meilensteine:**
- 19.7.2026: Vernichtungsverbot Textilien/Schuhe (große Unternehmen)
- 1.2.2027: Standardisiertes Offenlegungsformat
- 19.7.2030: Vernichtungsverbot für mittlere Unternehmen

Quellen: https://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/produkte/oekodesign/oekodesign-verordnung/vernichtungsverbot-transparenzpflicht-fuer · https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2024/1781/oj/deu  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## eIDAS 2 VO (EU) 2024/1183, Art. 5f – EU-Digitale-Identität-Wallet (EUDI-Wallet)

- **ID:** `eu-eidas2`
- **Status:** 🟠 Übergangsphase
- **Gültig ab:** 20.5.2024
- **Übergang bis:** 24.12.2027
- **Norm:** https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2024/1183/oj/deu
- **Kategorien:** IT-Sicherheit, CRM & Datenschutz · EU

Mitgliedstaaten müssen bis Ende 2026 eine EUDI-Wallet bereitstellen; die deutsche Wallet soll Anfang 2027 starten. Private Unternehmen, die gesetzlich oder vertraglich starke Nutzerauthentifizierung verlangen (z. B. Banken, Energie, Telekommunikation, Gesundheit), müssen die Wallet bis 24.12.2027 auf Wunsch des Nutzers akzeptieren; Kleinst- und Kleinunternehmen sind ausgenommen.

**Betroffen:** Unternehmen mit starker Nutzer-Authentifizierung ab mittlerer Größe.
- Tätigkeiten: Verlangt starke Nutzer-Authentifizierung (z. B. Banking, Energie, Telekommunikation)
- Ausnahmen: Kleinst- und Kleinunternehmen (Mitarbeitende ≤ 49 & Jahresumsatz (€) ≤ 10.000.000)

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Login/Identifizierung über EUDI-Wallet (OpenID4VP) einplanen

**Meilensteine:**
- 31.12.2026: Wallet-Bereitstellung durch Mitgliedstaaten
- 24.12.2027: Akzeptanzpflicht für private Unternehmen

Quellen: https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2024/1183/oj/deu · https://www.landtag-bw.de/resource/blob/611944/4c60de45bdc1158f3da40be0c4bf8c5c/17_10090_D.pdf  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## DDG § 5 – Impressumspflicht

- **ID:** `de-ddg-5`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 14.5.2024
- **Norm:** https://www.gesetze-im-internet.de/ddg/__5.html
- **Kategorien:** E-Commerce · DE

Geschäftsmäßige Websites und Apps brauchen ein leicht erkennbares, unmittelbar erreichbares Impressum (Name, Anschrift, Kontakt, Register, USt-ID usw.). Das DDG hat 2024 das TMG abgelöst.

**Betroffen:** Alle geschäftsmäßigen Website- und App-Betreiber.
- Tätigkeiten: Betreibt Website oder App

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Impressum von jeder Seite mit max. zwei Klicks erreichbar
- [ ] Impressumsdaten zentral pflegbar

Quellen: https://www.gesetze-im-internet.de/ddg/__5.html  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## HGB §§ 264, 267, 267a, 325 – Größenklassen, Jahresabschluss & Offenlegung

- **ID:** `de-hgb-267`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 17.4.2024
- **Norm:** https://www.gesetze-im-internet.de/hgb/__267.html
- **Kategorien:** Buchhaltung & Steuern · DE

Kapitalgesellschaften müssen einen Jahresabschluss aufstellen und im Unternehmensregister offenlegen; Umfang, Prüfungspflicht und Erleichterungen hängen von der Größenklasse ab (2 von 3 Merkmalen an zwei Stichtagen): Kleinst ≤ 450.000 € Bilanzsumme / 900.000 € Umsatz / 10 MA; klein ≤ 7,5 Mio. / 15 Mio. / 50; mittel ≤ 25 Mio. / 50 Mio. / 250 (seit 2024 angehoben). Ab mittelgroß Prüfungspflicht.

**Betroffen:** Kapitalgesellschaften und haftungsbeschränkte Personengesellschaften (z. B. GmbH & Co. KG).
- Tätigkeiten: Ist eine Kapitalgesellschaft (GmbH, UG, AG, GmbH & Co. KG)

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Größenklasse aus Bilanzsumme, Umsatz, MA-Zahl (zwei Jahre) ermitteln
- [ ] Offenlegungsfrist (12 Monate nach Stichtag) überwachen

Quellen: https://www.gesetze-im-internet.de/hgb/__267.html · https://www.ihk.de/hannover/hauptnavigation/recht/aktuell3/neue-schwellenwerte-fuer-unternehmensgroessen-in-kraft-6141538  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## BattVO / BattDG VO (EU) 2023/1542, § 4 BattDG – Batterien: Registrierung, Kennzeichnung & Rücknahme

- **ID:** `eu-batterien`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 18.2.2024
- **Norm:** https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2023/1542/oj/deu
- **Kategorien:** Warenwirtschaft & Produkt, E-Commerce · EU

Hersteller (auch Importeure und Eigenmarken) müssen sich vor dem Inverkehrbringen bei der Stiftung EAR registrieren; Händler und Fulfillment-Dienstleister dürfen nur Batterien registrierter Hersteller anbieten (§ 4 BattDG). Händler müssen Altbatterien zurücknehmen und Endnutzer informieren. Die Sorgfaltspflichten in der Lieferkette (Art. 48 ff.) wurden auf 18.08.2027 verschoben; Batteriepass für Industrie- und E-Auto-Batterien ab 18.02.2027.

**Betroffen:** Hersteller, Importeure und Händler von Batterien und Geräten mit Batterien.
- Tätigkeiten: Verkauft Batterien oder Geräte mit Batterien

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Registrierungsnummer des Batterie-Herstellers je Artikel speichern und prüfen
- [ ] Rücknahme- und Entsorgungshinweise im Shop
- [ ] Batteriedaten (Typ, Chemie, Gewicht) im PIM

**Meilensteine:**
- 18.8.2025: BattDG ersetzt BattG, neue Registrierung
- 18.2.2027: Batteriepass (Industrie-/EV-Batterien)
- 18.8.2027: Sorgfaltspflichten in der Lieferkette

Quellen: https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2023/1542/oj/deu · https://www.gesetze-im-internet.de/battdg/ · https://www.lizenzero.de/blog/eu-batterieverordnung-start-der-sorgfaltspflichten-soll-auf-2027-verschoben-werden/  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## DSA VO (EU) 2022/2065 – Digital Services Act – Pflichten für Vermittlungsdienste

- **ID:** `eu-dsa`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 17.2.2024
- **Norm:** https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2022/2065/oj/deu
- **Kategorien:** E-Commerce, IT-Sicherheit · EU

Hosting-Dienste und Plattformen brauchen u. a. Kontaktstellen, Melde- und Abhilfeverfahren für illegale Inhalte und transparente AGB. Marktplätze müssen Händler identifizieren (KYBC). Klein- und Kleinstunternehmen sind von einigen Plattformpflichten befreit.

**Betroffen:** Hosting-Anbieter, Plattformen und Marktplätze mit Nutzerinhalten.
- Tätigkeiten: Betreibt Plattform, Marktplatz oder Hosting
- Ausnahmen: Klein-/Kleinstunternehmen von Teilen der Plattformpflichten (Art. 19) befreit (Mitarbeitende ≤ 49 & Jahresumsatz (€) ≤ 10.000.000)

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Meldefunktion für rechtswidrige Inhalte
- [ ] Begründung bei Sperrungen/Löschungen
- [ ] Bei Marktplätzen: Händlerdaten erfassen und prüfen

Quellen: https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2022/2065/oj/deu  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## AO § 141 – Steuerliche Buchführungspflicht (Schwellenwerte)

- **ID:** `de-ao-141`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 1.1.2024
- **Norm:** https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__141.html
- **Kategorien:** Buchhaltung & Steuern · DE

Gewerbliche Unternehmer und Land-/Forstwirte sind steuerlich buchführungspflichtig, wenn der Umsatz über 800.000 € oder der Gewinn über 80.000 € im Wirtschaftsjahr liegt (nach Aufforderung durch das Finanzamt). Darunter genügt die Einnahmen-Überschuss-Rechnung.

**Betroffen:** Gewerbetreibende über 800.000 € Umsatz oder 80.000 € Gewinn.
- Tätigkeiten: Führt Bücher / Buchhaltung
- Schwellenwerte (eine davon): Jahresumsatz (€) ≥ 800.001; Jahresgewinn (€) ≥ 80.001

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Wechsel zwischen EÜR und Bilanzierung unterstützen
- [ ] Schwellenwerte überwachen und warnen

Quellen: https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__141.html  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## HinSchG §§ 12, 16, 17 – Interne Meldestelle (Hinweisgeberschutz)

- **ID:** `de-hinschg`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 2.7.2023
- **Norm:** https://www.gesetze-im-internet.de/hinschg/__12.html
- **Kategorien:** Personal / HR, CRM & Datenschutz · DE

Arbeitgeber mit in der Regel mindestens 50 Beschäftigten müssen eine interne Meldestelle einrichten. Meldungen müssen vertraulich behandelt, binnen 7 Tagen bestätigt und binnen 3 Monaten beantwortet werden.

**Betroffen:** Arbeitgeber ab 50 Beschäftigten.
- Tätigkeiten: Hat Beschäftigte
- Schwellenwerte (eine davon): Mitarbeitende ≥ 50

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Vertraulicher (optional anonymer) Meldekanal
- [ ] Fristen-Tracking (7 Tage / 3 Monate)
- [ ] Strenge Zugriffsbeschränkung, Löschung nach 3 Jahren

Quellen: https://www.gesetze-im-internet.de/hinschg/__12.html  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## LkSG §§ 1, 3–10 – Lieferkettensorgfaltspflichten

- **ID:** `de-lksg`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 1.1.2023
- **Norm:** https://www.gesetze-im-internet.de/lksg/
- **Kategorien:** Warenwirtschaft & Produkt · DE

Unternehmen ab 1.000 Beschäftigten im Inland müssen Menschenrechts- und Umweltrisiken in der Lieferkette analysieren und Maßnahmen ergreifen. Eine Entlastung (u. a. Berichtspflicht) ist im Gesetzgebungsverfahren; die EU-CSDDD wurde per Omnibus I auf > 5.000 Beschäftigte und > 1,5 Mrd. € Umsatz begrenzt (Anwendung ab 2029).

**Betroffen:** Unternehmen ab 1.000 Beschäftigten in Deutschland.
- Schwellenwerte (eine davon): Mitarbeitende ≥ 1.000

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Lieferanten-Risikobewertung und Dokumentation
- [ ] Beschwerdeverfahren für Dritte

Quellen: https://www.gesetze-im-internet.de/lksg/ · https://www.ebnerstolz.de/de/unser-angebot/leistungen/rechtsberatung/wirtschaftsrecht-commercial/lieferkette-im-umbruch-csddd-nach-omnibus-i-paket-106566.html  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## PStTG (DAC7) §§ 12–14 PStTG – Meldepflicht für Plattformbetreiber (DAC7)

- **ID:** `de-pststg`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 1.1.2023
- **Norm:** https://www.gesetze-im-internet.de/psttg/__13.html
- **Kategorien:** Buchhaltung & Steuern, E-Commerce · DE

Betreiber digitaler Plattformen (Marktplätze, Vermietung, Dienstleistungsvermittlung) müssen Anbieter identifizieren, Daten verifizieren und jährlich bis 31.01. an das BZSt melden. Ausgenommen sind u. a. Verkäufer mit weniger als 30 Verkäufen und höchstens 2.000 € Umsatz pro Jahr.

**Betroffen:** Betreiber von Online-Plattformen mit Drittanbietern.
- Tätigkeiten: Betreibt Plattform, Marktplatz oder Hosting

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Anbieterdaten (Name, Adresse, Steuer-ID, IBAN) erfassen und prüfen
- [ ] Umsätze je Anbieter und Quartal aggregieren
- [ ] Jahresmeldung im BZSt-Format exportieren

Quellen: https://www.gesetze-im-internet.de/psttg/__13.html  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## SGB IV § 109 – Elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU)

- **ID:** `de-sgb4-109-eau`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 1.1.2023
- **Norm:** https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_4/__109.html
- **Kategorien:** Personal / HR · DE

Arbeitgeber rufen Arbeitsunfähigkeitsdaten gesetzlich Versicherter elektronisch bei der Krankenkasse ab (seit 01.01.2023 verpflichtend). Beschäftigte müssen die AU weiterhin melden, aber keinen Papierschein mehr vorlegen. Privat Versicherte sind nicht erfasst.

**Betroffen:** Alle Arbeitgeber mit gesetzlich versicherten Beschäftigten.
- Tätigkeiten: Hat Beschäftigte

**Anforderungen an Software:**
- [ ] eAU-Abruf über zertifizierte Entgeltabrechnung bzw. sv.net
- [ ] Krankmeldung und Abruf-Status im HR-System verknüpfen

Quellen: https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_4/__109.html  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## ArbSchG § 3 Abs. 2 Nr. 1 (BAG 1 ABR 22/21) – Pflicht zur Arbeitszeiterfassung

- **ID:** `de-arbschg-zeiterfassung`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 13.9.2022
- **Norm:** https://www.gesetze-im-internet.de/arbschg/__3.html
- **Kategorien:** Personal / HR · DE

Seit dem BAG-Beschluss vom 13.09.2022 müssen Arbeitgeber Beginn, Ende und Dauer der Arbeitszeit aller Beschäftigten systematisch erfassen. Die Form ist derzeit nicht gesetzlich festgelegt; eine Reform des Arbeitszeitgesetzes (elektronische Erfassung) ist geplant, siehe eigener Eintrag.

**Betroffen:** Alle Arbeitgeber.
- Tätigkeiten: Hat Beschäftigte

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Beginn, Ende, Pausen je Mitarbeitendem erfassen
- [ ] Manipulationssichere Änderungshistorie
- [ ] Auswertung Höchstarbeitszeit/Ruhezeiten

Quellen: https://www.gesetze-im-internet.de/arbschg/__3.html · https://www.ihk.de/rhein-neckar/recht/arbeitsrecht/arbeitszeiterfassung-5631422  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## BGB § 312k – Kündigungsbutton

- **ID:** `de-bgb-312k`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 1.7.2022
- **Norm:** https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__312k.html
- **Kategorien:** E-Commerce, CRM & Datenschutz · DE

Wer Verbrauchern online Dauerschuldverhältnisse (Abos) ermöglicht, muss einen gut sichtbaren Kündigungsbutton („Verträge hier kündigen“) mit Bestätigungsseite ohne Login-Zwang anbieten und die Kündigung sofort bestätigen.

**Betroffen:** Anbieter von Online-Abos/Dauerverträgen für Verbraucher.
- Geschäftsmodell: B2C
- Tätigkeiten: Bietet Abos / Dauerverträge online an

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Kündigungsbutton dauerhaft erreichbar, ohne Login
- [ ] Formular mit Identifikations- und Vertragsfeldern, Button „jetzt kündigen“
- [ ] Sofortige Eingangsbestätigung auf dauerhaftem Datenträger (E-Mail)

Quellen: https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__312k.html  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## PAngV §§ 3, 4, 11 – Preisangaben, Grundpreis & 30-Tage-Tiefstpreis

- **ID:** `de-pangv`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 28.5.2022
- **Norm:** https://www.gesetze-im-internet.de/pangv_2022/
- **Kategorien:** E-Commerce, Warenwirtschaft & Produkt · DE

Gegenüber Verbrauchern sind Gesamtpreise inkl. USt anzugeben, bei Waren nach Gewicht/Volumen zusätzlich der Grundpreis. Bei Preisermäßigungen ist der niedrigste Preis der letzten 30 Tage anzugeben.

**Betroffen:** Unternehmen, die Verbrauchern Waren oder Leistungen anbieten.
- Geschäftsmodell: B2C

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Preishistorie je Artikel speichern (30-Tage-Tiefstpreis)
- [ ] Grundpreis aus Menge/Einheit automatisch berechnen
- [ ] Bruttopreise und Versandkosten-Hinweis anzeigen

Quellen: https://www.gesetze-im-internet.de/pangv_2022/__11.html  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## UWG § 5b Abs. 3 – Transparenz bei Kundenbewertungen

- **ID:** `de-uwg-5b`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 28.5.2022
- **Norm:** https://www.gesetze-im-internet.de/uwg_2004/__5b.html
- **Kategorien:** E-Commerce, CRM & Datenschutz · DE

Wer Verbraucherbewertungen zugänglich macht, muss informieren, ob und wie sichergestellt wird, dass sie von echten Kunden stammen. Gekaufte oder gefälschte Bewertungen sind unzulässig.

**Betroffen:** Unternehmen, die Bewertungen auf Website/Shop anzeigen.
- Geschäftsmodell: B2C
- Tätigkeiten: Betreibt Website oder App; Verkauft online (Fernabsatz)

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Hinweis zur Echtheitsprüfung bei Bewertungen anzeigen
- [ ] Verifizierte Käufe kennzeichnen können

Quellen: https://www.gesetze-im-internet.de/uwg_2004/__5b.html  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## BGB §§ 327–327u – Verträge über digitale Produkte & Aktualisierungspflicht

- **ID:** `de-bgb-327`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 1.1.2022
- **Norm:** https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__327.html
- **Kategorien:** E-Commerce, IT-Sicherheit · DE

Wer Verbrauchern digitale Inhalte oder Dienstleistungen bereitstellt (Software, SaaS, Apps, E-Books, Streaming – auch gegen Daten statt Geld), muss Mängelfreiheit gewährleisten und für einen angemessenen Zeitraum Aktualisierungen inkl. Sicherheitsupdates bereitstellen (§ 327f). Bei Paketen und Waren mit digitalen Elementen gelten ergänzend §§ 475b ff.

**Betroffen:** Anbieter digitaler Produkte gegenüber Verbrauchern.
- Geschäftsmodell: B2C
- Tätigkeiten: Entwickelt oder verkauft Software, Apps oder Geräte mit Software; Bietet Abos / Dauerverträge online an

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Update-Mechanismus und Information über verfügbare Updates
- [ ] Supportzeitraum festlegen und kommunizieren
- [ ] Datenexport nach Vertragsende ermöglichen (§ 327p)

Quellen: https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__327f.html  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## TDDDG § 25 – Cookies & Endgerätezugriff (Consent-Banner)

- **ID:** `de-tdddg-25`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 1.12.2021
- **Norm:** https://www.gesetze-im-internet.de/ttdsg/__25.html
- **Kategorien:** CRM & Datenschutz, E-Commerce · DE

Speichern und Auslesen von Informationen auf Endgeräten (Cookies, Local Storage, Fingerprinting, Tracking-Pixel) braucht eine Einwilligung, außer es ist technisch unbedingt erforderlich.

**Betroffen:** Alle Betreiber von Websites und Apps.
- Tätigkeiten: Betreibt Website oder App

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Nicht notwendige Skripte erst nach Einwilligung laden
- [ ] „Ablehnen“ gleichwertig zu „Akzeptieren“ anbieten
- [ ] Einwilligung jederzeit änderbar (z. B. Footer-Link)

Quellen: https://www.gesetze-im-internet.de/ttdsg/__25.html  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## AWG / Dual-Use-VO VO (EU) 2021/821, AWG, AWV, EU-Sanktionen – Exportkontrolle & Sanktionslistenprüfung

- **ID:** `de-exportkontrolle`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 9.9.2021
- **Norm:** https://www.gesetze-im-internet.de/awg_2013/
- **Kategorien:** Warenwirtschaft & Produkt, CRM & Datenschutz · DE

Ausfuhren von Gütern mit doppeltem Verwendungszweck (inkl. bestimmter Software und Technologie, z. B. Verschlüsselung) sind genehmigungspflichtig (BAFA). EU-Sanktionsverordnungen verbieten Geschäfte mit gelisteten Personen und Unternehmen – das gilt für alle Unternehmen, auch innerhalb der EU. Zusätzlich gelten Embargos (u. a. Russland/Belarus) mit No-Russia-Klausel.

**Betroffen:** Alle Unternehmen (Sanktionslisten); Exporteure von Dual-Use-Gütern (Genehmigung).

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Sanktionslistenprüfung von Kunden, Lieferanten und Empfängern (automatisiert, mit Protokoll)
- [ ] Ausfuhrlistennummer/Güterklassifizierung je Artikel
- [ ] Liefersperre bei Treffern bis zur Freigabe

Quellen: https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2021/821/oj/deu · https://www.gesetze-im-internet.de/awg_2013/  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## GwG §§ 19, 20 – Transparenzregister: wirtschaftlich Berechtigte

- **ID:** `de-gwg-20`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 1.8.2021
- **Norm:** https://www.gesetze-im-internet.de/gwg_2017/__20.html
- **Kategorien:** Buchhaltung & Steuern, CRM & Datenschutz · DE

Juristische Personen und eingetragene Personengesellschaften müssen ihre wirtschaftlich Berechtigten (in der Regel > 25 % Anteile oder Stimmrechte) aktiv im Transparenzregister eintragen und aktuell halten. Verpflichtete nach GwG müssen bei Geschäftsbeziehungen Unstimmigkeiten melden.

**Betroffen:** Alle juristischen Personen und eingetragenen Personengesellschaften.
- Tätigkeiten: Ist eine Kapitalgesellschaft (GmbH, UG, AG, GmbH & Co. KG)

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Wirtschaftlich Berechtigte im Geschäftspartner-Stamm erfassen (KYC)

Quellen: https://www.gesetze-im-internet.de/gwg_2017/__20.html  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## UStG § 3c, § 18j – EU-Fernverkäufe & One-Stop-Shop (OSS)

- **ID:** `de-ustg-18j`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 1.7.2021
- **Norm:** https://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__18j.html
- **Kategorien:** Buchhaltung & Steuern, Rechnungsstellung, E-Commerce · DE

Überschreiten B2C-Fernverkäufe und digitale Dienstleistungen in andere EU-Länder insgesamt 10.000 € pro Jahr, gilt die Umsatzsteuer des Bestimmungslandes. Über das OSS-Verfahren beim BZSt kann diese zentral in Deutschland erklärt werden (Quartalsmeldung).

**Betroffen:** Händler mit B2C-Verkäufen in andere EU-Länder.
- Geschäftsmodell: B2C
- Tätigkeiten: Verkauft an Kunden in anderen EU-Ländern

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Steuersätze je EU-Land und Produktkategorie pflegen
- [ ] 10.000-€-Schwelle laufend überwachen
- [ ] OSS-Bericht je Land und Steuersatz erzeugen

Quellen: https://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__18j.html · https://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__3c.html  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## E-RechV §§ 3, 4 – E-Rechnungen an öffentliche Auftraggeber (B2G)

- **ID:** `de-erechv`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 27.11.2020
- **Norm:** https://www.gesetze-im-internet.de/erechv/
- **Kategorien:** Rechnungsstellung · DE

Rechnungen an Bundesbehörden müssen als XRechnung über die Rechnungseingangsplattformen (ZRE/OZG-RE) eingereicht werden, inkl. Leitweg-ID. Länder haben eigene, ähnliche Regeln.

**Betroffen:** Lieferanten öffentlicher Auftraggeber.
- Geschäftsmodell: B2B
- Tätigkeiten: Stellt Rechnungen aus

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Leitweg-ID im Kundenstamm erfassen
- [ ] XRechnung-Export und Upload/Peppol-Versand

Quellen: https://www.gesetze-im-internet.de/erechv/  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## P2B-VO VO (EU) 2019/1150 – Fairness für gewerbliche Nutzer von Plattformen

- **ID:** `eu-p2b`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 12.7.2020
- **Norm:** https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2019/1150/oj/deu
- **Kategorien:** E-Commerce · EU

Online-Marktplätze, App-Stores, Preisvergleichs- und Buchungsportale müssen gegenüber gewerblichen Nutzern transparente AGB (Änderungen mit 15 Tagen Vorlauf), begründete Sperrungen, Offenlegung der Ranking-Parameter und ein internes Beschwerdemanagement bieten. Kleine Unternehmen sind vom Beschwerdesystem ausgenommen.

**Betroffen:** Betreiber von Plattformen mit gewerblichen Anbietern.
- Tätigkeiten: Betreibt Plattform, Marktplatz oder Hosting

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Ranking-Kriterien dokumentieren und offenlegen
- [ ] Begründete Sperrung/Kündigung von Händlerkonten mit Fristen
- [ ] Beschwerdesystem für Händler

Quellen: https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2019/1150/oj/deu  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## AO / KassenSichV § 146a AO – Elektronische Kassen: TSE, Belegausgabe & Meldepflicht

- **ID:** `de-ao-146a`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 1.1.2020
- **Norm:** https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__146a.html
- **Kategorien:** Buchhaltung & Steuern, E-Commerce · DE

Elektronische Kassensysteme brauchen eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung (TSE), müssen Belege ausgeben (elektronisch möglich) und sind dem Finanzamt über ELSTER zu melden (seit 2025, neue Kassen binnen eines Monats).

**Betroffen:** Unternehmen mit elektronischen Kassen (z. B. Einzelhandel, Gastronomie, POS).
- Tätigkeiten: Nutzt elektronische Kasse

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Jeden Vorgang über die TSE signieren
- [ ] Beleg mit TSE-Daten (Signatur, Transaktionsnummer, Zeit) erzeugen
- [ ] DSFinV-K-Export bereitstellen

Quellen: https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__146a.html · https://www.gesetze-im-internet.de/kassensichv/  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## GoBD BMF-Schreiben vom 28.11.2019, geändert am 14.07.2025 – GoBD – ordnungsmäßige digitale Buchführung

- **ID:** `de-gobd`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 1.1.2020
- **Norm:** https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/BMF_Schreiben/Weitere_Steuerthemen/Abgabenordnung/2025-07-14-GoBD-2-aenderung.pdf?__blob=publicationFile&v=4
- **Kategorien:** Buchhaltung & Steuern, Rechnungsstellung · DE

Verwaltungsvorschrift zu elektronischer Buchführung und Archivierung: Nachvollziehbarkeit, Unveränderbarkeit, Vollständigkeit, Verfahrensdokumentation, Datenzugriff der Finanzverwaltung. Seit der Änderung vom 14.07.2025 genügt bei E-Rechnungen die Aufbewahrung des strukturierten Teils (XML); der Bildteil (z. B. PDF bei ZUGFeRD) nur, wenn er abweichende steuerrelevante Informationen enthält.

**Betroffen:** Alle Unternehmen mit steuerrelevanten elektronischen Daten.
- Tätigkeiten: Führt Bücher / Buchhaltung; Stellt Rechnungen aus

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Revisionssichere Archivierung mit Änderungsprotokoll
- [ ] Verfahrensdokumentation bereitstellen
- [ ] E-Rechnungs-XML im Original speichern, nicht nur PDF
- [ ] Datenexport nach GoBD (z. B. DATEV, GDPdU-Beschreibungsstandard)

Quellen: https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/BMF_Schreiben/Weitere_Steuerthemen/Abgabenordnung/2025-07-14-GoBD-2-aenderung.pdf?__blob=publicationFile&v=4 · https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/FAQ/e-rechnung.html  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## BDSG § 38 – Pflicht zum Datenschutzbeauftragten

- **ID:** `de-bdsg-38`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 26.11.2019
- **Norm:** https://www.gesetze-im-internet.de/bdsg_2018/__38.html
- **Kategorien:** CRM & Datenschutz, Personal / HR · DE

Ein Datenschutzbeauftragter ist zu benennen, wenn in der Regel mindestens 20 Personen ständig mit der automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten beschäftigt sind (unabhängig davon bei bestimmten Risikoverarbeitungen).

**Betroffen:** Ab 20 Personen, die regelmäßig mit personenbezogenen Daten arbeiten.
- Tätigkeiten: Verarbeitet personenbezogene Daten (Kunden, Leads, Mitarbeitende)
- Schwellenwerte (eine davon): Mitarbeitende ≥ 20

Quellen: https://www.gesetze-im-internet.de/bdsg_2018/__38.html  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## ZAG / PSD2 § 55 ZAG, VO (EU) 2018/389 – Starke Kundenauthentifizierung bei Online-Zahlungen

- **ID:** `de-zag-sca`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 14.9.2019
- **Norm:** https://www.gesetze-im-internet.de/zag_2018/__55.html
- **Kategorien:** E-Commerce · DE

Elektronische Zahlungen erfordern grundsätzlich eine Zwei-Faktor-Authentifizierung (z. B. 3-D Secure 2). Ausnahmen u. a. für Kleinbeträge, wiederkehrende Zahlungen und händlerinitiierte Transaktionen. Die Nachfolgeregelung (PSD3/Zahlungsdiensteverordnung PSR) ist politisch geeinigt und soll voraussichtlich ab Ende 2027 gelten (u. a. IBAN-Namensabgleich, neue Betrugshaftung).

**Betroffen:** Online-Händler mit Karten- oder Online-Zahlungen.
- Tätigkeiten: Verkauft online (Fernabsatz)

**Anforderungen an Software:**
- [ ] 3-D Secure 2 im Checkout über den Payment-Provider
- [ ] Abos/Wiederholungszahlungen als händlerinitiierte Transaktionen (MIT) korrekt kennzeichnen

Quellen: https://www.gesetze-im-internet.de/zag_2018/__55.html · https://banking.vision/payment-services-directive-3-regulation/  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## Geoblocking-VO VO (EU) 2018/302, Art. 3–5 – Verbot von ungerechtfertigtem Geoblocking

- **ID:** `eu-geoblocking`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 3.12.2018
- **Norm:** https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2018/302/oj/deu
- **Kategorien:** E-Commerce · EU

Kunden aus anderen EU-Staaten dürfen nicht ohne Grund blockiert, umgeleitet oder bei Zahlungsmitteln diskriminiert werden. Eine Lieferpflicht ins Ausland besteht nicht.

**Betroffen:** Online-Händler in der EU.
- Tätigkeiten: Verkauft online (Fernabsatz)

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Keine automatische Umleitung ohne Zustimmung
- [ ] Bestellung mit ausländischer Adresse/Karte zu gleichen Bedingungen ermöglichen

Quellen: https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2018/302/oj/deu  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## DSGVO Art. 6, 7 – Rechtsgrundlage & Einwilligung

- **ID:** `eu-dsgvo-art6`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 25.5.2018
- **Norm:** https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2016/679/oj/deu
- **Kategorien:** CRM & Datenschutz, E-Commerce, Personal / HR · EU

Personenbezogene Daten dürfen nur mit Rechtsgrundlage verarbeitet werden (z. B. Vertrag, Einwilligung, berechtigtes Interesse). Einwilligungen müssen freiwillig, informiert und nachweisbar sein und jederzeit widerrufbar.

**Betroffen:** Alle Unternehmen, die personenbezogene Daten verarbeiten.
- Tätigkeiten: Verarbeitet personenbezogene Daten (Kunden, Leads, Mitarbeitende)

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Je Datensatz/Zweck die Rechtsgrundlage dokumentierbar machen
- [ ] Einwilligungen mit Zeitstempel, Text-Version und Quelle speichern (Nachweispflicht Art. 7 Abs. 1)
- [ ] Widerruf so einfach wie Erteilung ermöglichen und Verarbeitung danach stoppen

Quellen: https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2016/679/oj/deu  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## DSGVO Art. 12–22 – Betroffenenrechte (Auskunft, Löschung, Export)

- **ID:** `eu-dsgvo-betroffenenrechte`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 25.5.2018
- **Norm:** https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2016/679/oj/deu
- **Kategorien:** CRM & Datenschutz, Personal / HR, E-Commerce · EU

Betroffene haben u. a. Recht auf Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung, Datenübertragbarkeit und Widerspruch. Anfragen sind in der Regel innerhalb eines Monats zu beantworten.

**Betroffen:** Alle Unternehmen, die personenbezogene Daten verarbeiten.
- Tätigkeiten: Verarbeitet personenbezogene Daten (Kunden, Leads, Mitarbeitende)

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Alle Daten einer Person systemweit auffindbar und als Auskunft exportierbar machen
- [ ] Export in strukturiertem, maschinenlesbarem Format (z. B. JSON/CSV) für Art. 20
- [ ] Löschung bzw. Anonymisierung inkl. Backups/Logs-Konzept; Konflikt mit Aufbewahrungspflichten über Sperrung lösen
- [ ] Werbewiderspruch (Art. 21 Abs. 3) als Sperrvermerk umsetzen

Quellen: https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2016/679/oj/deu  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## DSGVO Art. 13, 14 – Informationspflichten (Datenschutzerklärung)

- **ID:** `eu-dsgvo-art13-14`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 25.5.2018
- **Norm:** https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2016/679/oj/deu
- **Kategorien:** CRM & Datenschutz, E-Commerce, Personal / HR · EU

Bei der Erhebung personenbezogener Daten müssen Betroffene informiert werden: Verantwortlicher, Zwecke, Rechtsgrundlagen, Empfänger, Drittlandtransfers, Speicherdauer, Rechte. Bei Daten aus Dritt-Quellen (z. B. Lead-Kauf, Enrichment, Scraping) spätestens innerhalb eines Monats (Art. 14).

**Betroffen:** Alle Verantwortlichen, die personenbezogene Daten erheben.
- Tätigkeiten: Verarbeitet personenbezogene Daten (Kunden, Leads, Mitarbeitende)

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Datenschutzhinweise an jedem Erhebungspunkt verlinken (Formulare, Checkout, Bewerbung)
- [ ] Herkunft (Quelle) je Kontakt speichern, um Art.-14-Information auszulösen
- [ ] Version der Datenschutzerklärung zum Zeitpunkt der Erhebung protokollieren

Quellen: https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2016/679/oj/deu  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## DSGVO Art. 22 – Automatisierte Einzelentscheidungen & Scoring

- **ID:** `eu-dsgvo-art22`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 25.5.2018
- **Norm:** https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2016/679/oj/deu
- **Kategorien:** CRM & Datenschutz, Künstliche Intelligenz, Personal / HR · EU

Entscheidungen mit rechtlicher oder ähnlich erheblicher Wirkung dürfen grundsätzlich nicht ausschließlich automatisiert getroffen werden (z. B. Ablehnung von Kauf auf Rechnung, Bewerber-Aussortierung, Kreditlimits). Nach EuGH (C-634/21, SCHUFA) kann schon ein maßgeblicher Score eine solche Entscheidung sein. Ausnahmen nur mit Vertrag, Gesetz oder Einwilligung plus Recht auf menschliches Eingreifen.

**Betroffen:** Unternehmen, die Scoring, Bonitätsprüfung oder automatisierte Auswahl einsetzen.
- Tätigkeiten: Entwickelt oder nutzt KI-Systeme; Bietet Ratenzahlung, Finanzierung oder Kauf auf Rechnung an Verbraucher an; Hat Beschäftigte

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Menschliche Überprüfung (Human in the Loop) für automatisierte Ablehnungen
- [ ] Begründung bzw. Logik der Entscheidung erklärbar machen
- [ ] Möglichkeit zur Anfechtung und Stellungnahme im Prozess

Quellen: https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2016/679/oj/deu · https://curia.europa.eu/juris/liste.jsf?num=C-634/21  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## DSGVO Art. 25, 32 – Privacy by Design & Datensicherheit (TOM)

- **ID:** `eu-dsgvo-art25-32`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 25.5.2018
- **Norm:** https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2016/679/oj/deu
- **Kategorien:** CRM & Datenschutz, IT-Sicherheit · EU

Systeme müssen datenschutzfreundlich gestaltet und voreingestellt sein und ein dem Risiko angemessenes Sicherheitsniveau bieten (technische und organisatorische Maßnahmen).

**Betroffen:** Alle Unternehmen, die personenbezogene Daten verarbeiten.
- Tätigkeiten: Verarbeitet personenbezogene Daten (Kunden, Leads, Mitarbeitende)

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Datenminimierung: nur nötige Felder, sparsame Defaults
- [ ] Rollen- und Rechtekonzept, Zugriffsprotokollierung
- [ ] Verschlüsselung in Transit (TLS) und at Rest, sichere Passwort-Speicherung, MFA für Admins
- [ ] Backups und Wiederherstellbarkeit, regelmäßige Tests

Quellen: https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2016/679/oj/deu  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## DSGVO Art. 28, 44 ff. – Auftragsverarbeitung & Drittlandtransfer

- **ID:** `eu-dsgvo-art28`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 25.5.2018
- **Norm:** https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2016/679/oj/deu
- **Kategorien:** CRM & Datenschutz, IT-Sicherheit · EU

Externe Dienstleister, die Daten im Auftrag verarbeiten (Hosting, CRM-SaaS, Mailing, KI-APIs), brauchen einen AV-Vertrag. Übermittlungen in Drittländer (z. B. USA) nur mit Angemessenheitsbeschluss (z. B. EU-US Data Privacy Framework) oder Standardvertragsklauseln.

**Betroffen:** Alle Unternehmen, die externe Dienstleister für personenbezogene Daten nutzen.
- Tätigkeiten: Verarbeitet personenbezogene Daten (Kunden, Leads, Mitarbeitende)

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Verzeichnis aller Subprozessoren inkl. Serverstandort pflegen
- [ ] Bei KI-/LLM-APIs: AV-Vertrag, Opt-out aus Training, Datenstandort prüfen
- [ ] EU-Hosting-Option bzw. Transfer-Grundlage dokumentieren

Quellen: https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2016/679/oj/deu  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## DSGVO Art. 30 – Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten

- **ID:** `eu-dsgvo-art30`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 25.5.2018
- **Norm:** https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2016/679/oj/deu
- **Kategorien:** CRM & Datenschutz · EU

Unternehmen müssen ihre Verarbeitungstätigkeiten dokumentieren. Die Ausnahme für unter 250 Beschäftigte greift praktisch kaum, da sie bei regelmäßiger Verarbeitung (z. B. Kunden- oder Lohndaten) entfällt.

**Betroffen:** Praktisch alle Unternehmen mit regelmäßiger Datenverarbeitung.
- Tätigkeiten: Verarbeitet personenbezogene Daten (Kunden, Leads, Mitarbeitende)

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Datenkategorien, Zwecke, Empfänger und Löschfristen je Modul dokumentieren, damit Kunden ihr Verzeichnis befüllen können

Quellen: https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2016/679/oj/deu  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## DSGVO Art. 33, 34 – Meldung von Datenpannen (72 Stunden)

- **ID:** `eu-dsgvo-art33`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 25.5.2018
- **Norm:** https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2016/679/oj/deu
- **Kategorien:** CRM & Datenschutz, IT-Sicherheit · EU

Datenschutzverletzungen sind binnen 72 Stunden der Aufsichtsbehörde zu melden, bei hohem Risiko auch den Betroffenen.

**Betroffen:** Alle Verantwortlichen.
- Tätigkeiten: Verarbeitet personenbezogene Daten (Kunden, Leads, Mitarbeitende)

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Sicherheitsereignisse erkennen und protokollieren (Audit-Logs)
- [ ] Feststellen können, welche Personen/Daten betroffen sind

Quellen: https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2016/679/oj/deu  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## DSGVO Art. 35 – Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA)

- **ID:** `eu-dsgvo-art35`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 25.5.2018
- **Norm:** https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2016/679/oj/deu
- **Kategorien:** CRM & Datenschutz, Künstliche Intelligenz, Personal / HR · EU

Bei voraussichtlich hohem Risiko ist vorab eine DSFA durchzuführen, z. B. bei umfangreichem Profiling, systematischer Überwachung von Beschäftigten, Einsatz neuer Technologien wie KI mit Personenbezug. Die Aufsichtsbehörden (DSK) führen eine Muss-Liste.

**Betroffen:** Verantwortliche mit risikoreichen Verarbeitungen (Profiling, KI, Mitarbeiterüberwachung).
- Tätigkeiten: Verarbeitet personenbezogene Daten (Kunden, Leads, Mitarbeitende); Entwickelt oder nutzt KI-Systeme

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Risiko-relevante Verarbeitungen (Profiling, KI, Tracking) dokumentieren, damit Kunden DSFA erstellen können

Quellen: https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2016/679/oj/deu · https://www.datenschutzkonferenz-online.de/media/ah/20181017_ah_DSK_DSFA_Muss-Liste_Version_1.1_Deutsch.pdf  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## DSGVO / BDSG Art. 88 DSGVO, § 26 BDSG – Beschäftigtendatenschutz

- **ID:** `de-beschaeftigtendatenschutz`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 25.5.2018
- **Norm:** https://www.gesetze-im-internet.de/bdsg_2018/__26.html
- **Kategorien:** Personal / HR, CRM & Datenschutz · DE

§ 26 Abs. 1 Satz 1 BDSG ist nach EuGH (C-34/21) und BAG (8 AZR 209/21, 2025) als Rechtsgrundlage unanwendbar; Verarbeitungen von Beschäftigtendaten stützen sich direkt auf Art. 6 (insb. lit. b, c, f) und Art. 9 DSGVO. Einwilligungen von Beschäftigten sind wegen des Abhängigkeitsverhältnisses nur eingeschränkt freiwillig. Ein Beschäftigtendatengesetz ist angekündigt, aber nicht verabschiedet.

**Betroffen:** Alle Arbeitgeber.
- Tätigkeiten: Hat Beschäftigte

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Rechtsgrundlage je HR-Datenfeld dokumentieren
- [ ] Strenge Zugriffsrechte auf Personalakten, Gesundheitsdaten getrennt speichern
- [ ] Löschfristen für Personal- und Bewerberdaten

Quellen: https://www.gesetze-im-internet.de/bdsg_2018/__26.html · https://www.dr-datenschutz.de/eugh-kritik-am-deutschen-beschaeftigtendatenschutz/  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## GwG § 2 Abs. 1 Nr. 16, § 10 Abs. 6a – Geldwäsche: Güterhändler mit Bargeld

- **ID:** `de-gwg`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 26.6.2017
- **Norm:** https://www.gesetze-im-internet.de/gwg_2017/__10.html
- **Kategorien:** Buchhaltung & Steuern, CRM & Datenschutz · DE

Güterhändler müssen bei Bargeldzahlungen ab 10.000 € (bei Edelmetallen ab 2.000 €) den Kunden identifizieren und die Daten aufbewahren. Zusätzlich Risikomanagement und ggf. Verdachtsmeldung.

**Betroffen:** Händler, die Bargeld ab 10.000 € annehmen.
- Tätigkeiten: Handelt mit Gütern gegen Bargeld ab 10.000 €

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Barzahlungen über Schwelle erkennen und Identifizierung erzwingen
- [ ] Ausweisdaten 5 Jahre aufbewahren, danach löschen

Quellen: https://www.gesetze-im-internet.de/gwg_2017/__10.html  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## VSBG § 36 – Hinweis zur Verbraucherschlichtung

- **ID:** `de-vsbg-36`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 1.2.2016
- **Norm:** https://www.gesetze-im-internet.de/vsbg/__36.html
- **Kategorien:** E-Commerce · DE

Unternehmen mit Website oder AGB müssen Verbraucher informieren, ob sie zur Teilnahme an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle bereit oder verpflichtet sind. Ausgenommen von dieser Erklärung: wer am 31.12. des Vorjahres 10 oder weniger Personen beschäftigt hat. Der frühere Link zur EU-OS-Plattform ist seit 20.07.2025 entfallen und muss entfernt werden.

**Betroffen:** B2C-Unternehmen mit Website oder AGB und mehr als 10 Beschäftigten.
- Geschäftsmodell: B2C
- Tätigkeiten: Betreibt Website oder App
- Ausnahmen: Bis 10 Beschäftigte (Stichtag 31.12. Vorjahr) (Mitarbeitende ≤ 10)

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Schlichtungs-Hinweis in Impressum/AGB pflegbar
- [ ] Veralteten OS-Plattform-Link entfernen

Quellen: https://www.gesetze-im-internet.de/vsbg/__36.html · https://www.ihk.de/karlsruhe/fachthemen/recht/internetrecht/fallback1433495812828/online-streitbeilegungsplattform-6426580  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## ElektroG §§ 6, 17 – Elektrogeräte: Registrierung & Rücknahme

- **ID:** `de-elektrog`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 24.10.2015
- **Norm:** https://www.gesetze-im-internet.de/elektrog_2015/__6.html
- **Kategorien:** Warenwirtschaft & Produkt, E-Commerce · DE

Hersteller von Elektrogeräten müssen bei der Stiftung EAR registriert sein (WEEE-Nr. angeben). Händler dürfen nur Geräte registrierter Hersteller anbieten; größere Händler haben Rücknahmepflichten, auch online.

**Betroffen:** Hersteller und Händler von Elektro- und Elektronikgeräten.
- Tätigkeiten: Verkauft Elektro- oder Elektronikgeräte

**Anforderungen an Software:**
- [ ] WEEE-Registrierungsnummer je Produkt/Hersteller speichern
- [ ] Rücknahme-Informationen im Shop anzeigen

Quellen: https://www.gesetze-im-internet.de/elektrog_2015/__6.html  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## MiLoG § 1, MiLoV5 – Gesetzlicher Mindestlohn

- **ID:** `de-milog`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 1.1.2015
- **Norm:** https://www.gesetze-im-internet.de/milog/__1.html
- **Kategorien:** Personal / HR · DE

Mindestlohn 13,90 € brutto/Stunde seit 01.01.2026, 14,60 € ab 01.01.2027. Die Minijob-Grenze ist dynamisch an den Mindestlohn gekoppelt (2026: 603 €).

**Betroffen:** Alle Arbeitgeber.
- Tätigkeiten: Hat Beschäftigte

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Mindestlohn als datierte Stammdaten pflegen, nicht hartcodieren
- [ ] Prüfung Stundenlohn ≥ Mindestlohn je Abrechnungsperiode
- [ ] Minijob-Grenze dynamisch berechnen

**Meilensteine:**
- 1.1.2026: 13,90 €
- 1.1.2027: 14,60 €

Quellen: https://www.gesetze-im-internet.de/milog/__1.html  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## BGB § 312d, § 355, Art. 246a EGBGB – Informationspflichten & Widerrufsrecht im Fernabsatz

- **ID:** `de-bgb-312d`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 13.6.2014
- **Norm:** https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__312d.html
- **Kategorien:** E-Commerce · DE

Verbraucher müssen vor Vertragsschluss umfassend informiert werden und haben grundsätzlich 14 Tage Widerrufsrecht. Ordnungsgemäße Widerrufsbelehrung inkl. Muster-Widerrufsformular erforderlich.

**Betroffen:** Online-Händler mit Verbraucherkunden.
- Geschäftsmodell: B2C
- Tätigkeiten: Verkauft online (Fernabsatz)

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Widerrufsbelehrung und Muster-Formular im Bestellprozess und in der Bestätigung
- [ ] Vertragsbestätigung auf dauerhaftem Datenträger
- [ ] Widerrufsfristen je Bestellung berechnen und Rückabwicklung (14 Tage) abbilden

Quellen: https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__312d.html · https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__355.html  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## EStG § 5b – E-Bilanz: elektronische Übermittlung

- **ID:** `de-estg-5b`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 1.1.2013
- **Norm:** https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__5b.html
- **Kategorien:** Buchhaltung & Steuern · DE

Bilanzierende Unternehmen müssen Bilanz und GuV nach amtlichem Datensatz (XBRL-Taxonomie) elektronisch an das Finanzamt übermitteln. Die Taxonomie wird jährlich aktualisiert.

**Betroffen:** Bilanzierende Unternehmen.
- Tätigkeiten: Führt Bücher / Buchhaltung

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Kontenrahmen auf aktuelle E-Bilanz-Taxonomie mappen
- [ ] Export über ERiC/ELSTER-Schnittstelle

Quellen: https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__5b.html  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## SGB IV / EStG § 28a SGB IV, DEÜV, § 39e EStG – Lohnabrechnung: SV-Meldungen & ELStAM

- **ID:** `de-lohn-meldungen`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 1.1.2013
- **Norm:** https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_4/__28a.html
- **Kategorien:** Personal / HR, Buchhaltung & Steuern · DE

Arbeitgeber müssen Beschäftigte elektronisch bei der Sozialversicherung an-, ab- und jährlich melden (DEÜV) und die Lohnsteuerabzugsmerkmale (ELStAM) beim Bundeszentralamt für Steuern abrufen. Meldungen sind nur aus systemgeprüften Abrechnungsprogrammen oder über sv.net zulässig. In bestimmten Branchen (u. a. Bau, Gastronomie, Logistik) gilt die Sofortmeldepflicht.

**Betroffen:** Alle Arbeitgeber.
- Tätigkeiten: Hat Beschäftigte

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Nur systemgeprüfte Entgeltabrechnung (ITSG-Zertifizierung) einsetzen oder anbinden
- [ ] Melde-Fristen (An-/Abmeldung, Jahresmeldung bis 15.02.) überwachen
- [ ] ELStAM-Änderungslisten monatlich abrufen

Quellen: https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_4/__28a.html · https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__39e.html  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## BGB § 312j Abs. 2–4 – Button-Lösung („zahlungspflichtig bestellen“)

- **ID:** `de-bgb-312j`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 1.8.2012
- **Norm:** https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__312j.html
- **Kategorien:** E-Commerce · DE

Der Bestellbutton im B2C-Shop muss eindeutig auf die Zahlungspflicht hinweisen (z. B. „zahlungspflichtig bestellen“). Unmittelbar davor sind wesentliche Merkmale, Gesamtpreis, Laufzeit und Versandkosten anzuzeigen. Sonst kommt kein Vertrag zustande.

**Betroffen:** Online-Händler mit Verbraucherkunden.
- Geschäftsmodell: B2C
- Tätigkeiten: Verkauft online (Fernabsatz)

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Button-Beschriftung eindeutig
- [ ] Pflichtinformationen direkt über dem Button, nicht nur verlinkt

Quellen: https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__312j.html  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## AGG §§ 1, 7, 11, 15 – Diskriminierungsschutz (auch in Stellenanzeigen)

- **ID:** `de-agg`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 18.8.2006
- **Norm:** https://www.gesetze-im-internet.de/agg/__11.html
- **Kategorien:** Personal / HR, Künstliche Intelligenz · DE

Benachteiligungen wegen Rasse/ethnischer Herkunft, Geschlecht, Religion, Behinderung, Alter oder sexueller Identität sind verboten – von der Stellenausschreibung bis zur Kündigung. Ansprüche auf Entschädigung (bis zu 3 Monatsgehälter bei Nichteinstellung) müssen binnen 2 Monaten geltend gemacht werden. Relevant auch für KI-gestützte Bewerberauswahl.

**Betroffen:** Alle Arbeitgeber, auch im Bewerbungsverfahren.
- Tätigkeiten: Hat Beschäftigte

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Neutrale Stellenausschreibungen (m/w/d), keine Altersangaben
- [ ] Bewerbungsprozess und Absagegründe dokumentieren
- [ ] Bewerberdaten nach ca. 6 Monaten löschen (AGG-Frist + Puffer)
- [ ] KI-Auswahlkriterien auf Bias prüfen

Quellen: https://www.gesetze-im-internet.de/agg/__11.html · https://www.gesetze-im-internet.de/agg/__15.html  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## UWG § 7 – Werbung per E-Mail, Telefon, SMS

- **ID:** `de-uwg-7`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 8.7.2004
- **Norm:** https://www.gesetze-im-internet.de/uwg_2004/__7.html
- **Kategorien:** CRM & Datenschutz, E-Commerce · DE

E-Mail-Werbung braucht grundsätzlich eine vorherige ausdrückliche Einwilligung (in der Praxis Double-Opt-in). Ausnahme für Bestandskunden bei ähnlichen Produkten (§ 7 Abs. 3). Telefonwerbung gegenüber Verbrauchern nur mit Einwilligung; Einwilligungen sind zu dokumentieren und 5 Jahre aufzubewahren (§ 7a).

**Betroffen:** Alle Unternehmen, die Direktmarketing betreiben.
- Tätigkeiten: Macht E-Mail-, Telefon- oder SMS-Marketing

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Double-Opt-in mit Protokoll (IP, Zeitstempel, Bestätigungslink)
- [ ] Abmeldelink in jeder Werbe-Mail, sofortige Wirkung
- [ ] Bestandskunden-Ausnahme nur mit Hinweis bei Datenerhebung und Widerspruchsmöglichkeit
- [ ] Telefon-Einwilligungen 5 Jahre nachweisbar speichern

Quellen: https://www.gesetze-im-internet.de/uwg_2004/__7.html · https://www.gesetze-im-internet.de/uwg_2004/__7a.html  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## UStG § 13b – Reverse Charge (Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers)

- **ID:** `de-ustg-13b`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 1.1.2004
- **Norm:** https://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__13b.html
- **Kategorien:** Rechnungsstellung, Buchhaltung & Steuern · DE

Bei bestimmten Leistungen schuldet der Leistungsempfänger die Umsatzsteuer, u. a. bei B2B-Dienstleistungen ausländischer Unternehmer, Bauleistungen, Gebäudereinigung, Lieferung von Mobilfunkgeräten/Tablets/Laptops ab 5.000 € je Lieferung. Die Rechnung wird ohne USt mit Hinweis „Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers“ ausgestellt.

**Betroffen:** Unternehmen mit grenzüberschreitenden B2B-Leistungen oder in betroffenen Branchen.
- Geschäftsmodell: B2B
- Tätigkeiten: Stellt Rechnungen aus

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Steuerschlüssel für Reverse Charge je Leistungsart und Kunde
- [ ] Pflichthinweis auf der Rechnung automatisch setzen
- [ ] USt-IdNr. des Kunden prüfen (qualifizierte Bestätigungsabfrage)

Quellen: https://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__13b.html  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## UStG § 14 Abs. 4, § 33 UStDV – Pflichtangaben auf Rechnungen

- **ID:** `de-ustg-14-pflichtangaben`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 1.1.2004
- **Norm:** https://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__14.html
- **Kategorien:** Rechnungsstellung, Buchhaltung & Steuern · DE

Rechnungen brauchen u. a. Name/Anschrift beider Parteien, Steuernummer oder USt-IdNr., Ausstellungsdatum, fortlaufende Rechnungsnummer, Menge/Art der Leistung, Leistungszeitpunkt, Entgelt nach Steuersätzen, Steuerbetrag bzw. Hinweis auf Steuerbefreiung. Kleinbetragsrechnungen bis 250 € mit vereinfachten Angaben.

**Betroffen:** Alle Unternehmer, die Rechnungen ausstellen.
- Tätigkeiten: Stellt Rechnungen aus

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Fortlaufende, einmalige Rechnungsnummern
- [ ] Pflichtfelder validieren, bevor eine Rechnung finalisiert wird
- [ ] Korrektur nur per Storno/Gutschrift, nicht durch Überschreiben
- [ ] Hinweise für Reverse-Charge, innergemeinschaftliche Lieferung, Kleinunternehmer

Quellen: https://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__14.html · https://www.gesetze-im-internet.de/ustdv_1980/__33.html  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## JuSchG / JMStV § 1 Abs. 4, §§ 9, 10, 12 JuSchG – Jugendschutz im Versandhandel & Altersverifikation

- **ID:** `de-juschg-versand`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 1.4.2003
- **Norm:** https://www.gesetze-im-internet.de/juschg/__1.html
- **Kategorien:** E-Commerce · DE

Altersbeschränkte Waren (Alkohol, Tabak/E-Zigaretten, Medien mit Altersfreigabe ab 18) dürfen im Versandhandel nur verkauft werden, wenn durch technische Vorkehrungen sichergestellt ist, dass kein Versand an Minderjährige erfolgt – in der Praxis Altersverifikation bei Bestellung und persönliche Zustellung mit Altersprüfung.

**Betroffen:** Online-Händler altersbeschränkter Waren und Medien.
- Geschäftsmodell: B2C
- Tätigkeiten: Verkauft altersbeschränkte Waren oder Medien

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Altersverifikation im Checkout (z. B. eID, Schufa-Q-Bit, Ident-Dienst)
- [ ] Versandoption „persönliche Übergabe mit Altersprüfung“ erzwingen
- [ ] Altersgrenzen je Artikel als Stammdatum

Quellen: https://www.gesetze-im-internet.de/juschg/__1.html · https://www.gesetze-im-internet.de/juschg/__12.html  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## BGB § 312i, Art. 246c EGBGB – Pflichten im elektronischen Geschäftsverkehr

- **ID:** `de-bgb-312i`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 1.1.2002
- **Norm:** https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__312i.html
- **Kategorien:** E-Commerce · DE

Online-Shops müssen Eingabefehler vor Bestellung korrigierbar machen, über die technischen Schritte informieren, den Zugang der Bestellung unverzüglich bestätigen und AGB speicherbar bereitstellen. Gilt auch B2B.

**Betroffen:** Alle Online-Händler (B2B und B2C).
- Tätigkeiten: Verkauft online (Fernabsatz)

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Bestellübersicht mit Korrekturmöglichkeit
- [ ] Automatische Bestelleingangsbestätigung
- [ ] AGB als speicherbares Dokument (z. B. PDF/E-Mail)

Quellen: https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__312i.html  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## BGB §§ 286, 288 – Zahlungsverzug, Verzugszinsen & 40-€-Pauschale

- **ID:** `de-bgb-286`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 1.1.2002
- **Norm:** https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__286.html
- **Kategorien:** Rechnungsstellung, Buchhaltung & Steuern · DE

Schuldner kommen spätestens 30 Tage nach Fälligkeit und Rechnungszugang in Verzug (gegenüber Verbrauchern nur, wenn auf der Rechnung darauf hingewiesen wurde). Verzugszinsen: 5 Prozentpunkte über Basiszins (Verbraucher) bzw. 9 Prozentpunkte (B2B). Im B2B-Verzug zusätzlich 40 € Pauschale. Zahlungsfristen über 60 Tage im B2B nur eingeschränkt zulässig (§ 271a).

**Betroffen:** Alle Unternehmen mit Forderungen und Mahnwesen.
- Tätigkeiten: Stellt Rechnungen aus

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Basiszinssatz halbjährlich (01.01./01.07.) als datierte Stammdaten pflegen
- [ ] Verzugszinsen je nach B2B/B2C korrekt berechnen
- [ ] 30-Tage-Hinweis auf Verbraucherrechnungen
- [ ] 40-€-Pauschale nur bei B2B im Mahnwesen

Quellen: https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__286.html · https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__288.html  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## BGB §§ 305–310 – AGB-Recht: Einbeziehung & Inhaltskontrolle

- **ID:** `de-bgb-305`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 1.1.2002
- **Norm:** https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__305.html
- **Kategorien:** E-Commerce, CRM & Datenschutz · DE

AGB werden gegenüber Verbrauchern nur Vertragsbestandteil, wenn vor Vertragsschluss ausdrücklich darauf hingewiesen wird und zumutbare Kenntnisnahme möglich ist. Überraschende oder unangemessen benachteiligende Klauseln sind unwirksam; im B2C gelten die Klauselverbote der §§ 308, 309 (z. B. Laufzeit, Kündigungsfristen, Haftungsausschlüsse).

**Betroffen:** Alle Unternehmen, die AGB verwenden.
- Tätigkeiten: Verkauft online (Fernabsatz); Bietet Abos / Dauerverträge online an

**Anforderungen an Software:**
- [ ] AGB-Hinweis und Link vor dem Bestellbutton
- [ ] Akzeptierte AGB-Version je Vertrag speichern
- [ ] Laufzeiten/Kündigungsfristen im B2C gemäß § 309 Nr. 9 begrenzen (max. 2 Jahre Erstlaufzeit, danach monatlich kündbar)

Quellen: https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__305.html · https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__309.html  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## ArbZG §§ 3–5 – Höchstarbeitszeit, Pausen & Ruhezeiten

- **ID:** `de-arbzg`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 1.7.1994
- **Norm:** https://www.gesetze-im-internet.de/arbzg/__3.html
- **Kategorien:** Personal / HR · DE

Werktägliche Arbeitszeit grundsätzlich max. 8 Stunden, verlängerbar auf 10 Stunden bei Ausgleich auf durchschnittlich 8 Stunden (6 Monate). Pausen: 30 Minuten ab 6 Stunden, 45 Minuten ab 9 Stunden. Ruhezeit: mindestens 11 Stunden zwischen zwei Arbeitstagen. Eine Reform (wöchentliche Höchstarbeitszeit per Tarifvertrag) ist geplant, siehe eigener Eintrag.

**Betroffen:** Alle Arbeitgeber (Ausnahmen u. a. leitende Angestellte).
- Tätigkeiten: Hat Beschäftigte

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Warnungen bei > 10 Stunden/Tag, fehlenden Pausen, < 11 Stunden Ruhezeit
- [ ] Ausgleichszeitraum (Durchschnitt 8 h) auswerten

Quellen: https://www.gesetze-im-internet.de/arbzg/__3.html · https://www.gesetze-im-internet.de/arbzg/__4.html · https://www.gesetze-im-internet.de/arbzg/__5.html  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## BetrVG § 87 Abs. 1 Nr. 6 – Mitbestimmung bei technischen Überwachungseinrichtungen

- **ID:** `de-betrvg-87`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 19.1.1972
- **Norm:** https://www.gesetze-im-internet.de/betrvg/__87.html
- **Kategorien:** Personal / HR, CRM & Datenschutz, Künstliche Intelligenz · DE

Die Einführung und Anwendung technischer Einrichtungen, die objektiv geeignet sind, Verhalten oder Leistung von Beschäftigten zu überwachen, bedarf der Zustimmung des Betriebsrats. Nach BAG-Rechtsprechung genügt die bloße Eignung – das trifft auf praktisch jede Software mit Nutzer-Logs zu (CRM, ERP, Ticketsysteme, MS 365, KI-Tools). In der Praxis: Betriebsvereinbarung vor Einführung.

**Betroffen:** Arbeitgeber mit Betriebsrat (Betriebsrat ab 5 Beschäftigten möglich).
- Tätigkeiten: Hat einen Betriebsrat

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Konfigurierbare Protokollierung und Auswertungen (abschaltbar, pseudonymisierbar)
- [ ] Dokumentation, welche Mitarbeiterdaten erfasst und ausgewertet werden (für Betriebsvereinbarung)
- [ ] Rollenkonzept: keine Leistungsauswertung ohne Freigabe

Quellen: https://www.gesetze-im-internet.de/betrvg/__87.html  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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## HGB §§ 238, 239 – Buchführungspflicht für Kaufleute

- **ID:** `de-hgb-238`
- **Status:** 🟢 In Kraft
- **Gültig ab:** 1.1.1900
- **Norm:** https://www.gesetze-im-internet.de/hgb/__238.html
- **Kategorien:** Buchhaltung & Steuern · DE

Kaufleute müssen Bücher nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung führen: vollständig, richtig, zeitgerecht, geordnet und unveränderbar. Einzelkaufleute unter 800.000 € Umsatz und 80.000 € Gewinn sind befreit (§ 241a HGB).

**Betroffen:** Kaufleute (u. a. GmbH, UG, AG, OHG, KG, eingetragene Kaufleute).
- Tätigkeiten: Führt Bücher / Buchhaltung

**Anforderungen an Software:**
- [ ] Buchungen unveränderbar (Änderungen nur als nachvollziehbare Storno-/Korrekturbuchung)
- [ ] Lückenlose Belegnummerierung und Zeitstempel

Quellen: https://www.gesetze-im-internet.de/hgb/__238.html · https://www.gesetze-im-internet.de/hgb/__241a.html  
Zuletzt geprüft: 2026-10-12

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